Archiv für Linksjugend

Nie mehr zurück zu Kohle und Atom!

Posted in NACHBERICHTE with tags , , on Februar 4, 2014 by solidweissenburg
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Anna Ulrich – Stadtratsliste DIE LINKE/ Piraten
Liste 7, Platz 23

An der vom Bündnis für Energiewende organisierten Kundgebung „Gegen die Sabotage der Energiewende – Nie mehr zurück zu Kohle und Atom – Für ein verlässliches EEG“ beteiligten sich über 100 TeilnehmerInnen. Die Demonstranten protestierten gegen Politik von Großer Koalition und bayerischer Landesregierung. Solid Weißenburg beteiligte sich als Bündnismitglied mit einem Redebeitrag.

Anna Ulrich für die sozialistische Jugend Weißenburg (es gilt das gesprochene Wort):

Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ *Albert Einstein

Auch wenn seine theoretischen Arbeiten – im Gegensatz zur verbreiteten Meinung – beim Bau der Atombombe und der Entwicklung der Kernenergie nur eine indirekte Rolle gespielt haben, hat dieses Zitat 60 Jahre nach seinem Tod nicht an Wahrheit verloren.

Auch im 21. Jahrhundert hat die Menschheit scheinbar wenig dazu gelernt. 2013 war das viert-wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Eine der unzähligen Naturkatastrophen war der Taifun auf den Philippinen, der über 5200 Menschen das Leben kostete. Dies veranlasste den Delegierten der Philippinen, bei den Verhandlungen um ein neues Klimaschutzabkommen, also dem Nachfolgeabkommen des Kyoto Protokolls, zu einem Hungerstreik.

Erfolglos. Auch im Jahr 2013 konnten sich die Mächtigen der Welt wieder nicht einigen.

Ein Mann aus dem Pazifik-Inselstaat Kiribati beantragte für sich und seine Familie in Neuseeland Asyl als weltweit erster Klimaflüchtling. Er scheiterte, die UN Konventionen für Flüchtlinge, erkennen (noch) keine Klimaflüchtlinge an. Auch die Europäische Union verabschiedet sich offenbar von ihren Klimazielen.

Die Mitgliedsländer sollen sich künftig nicht mehr verbindlich zu konkreten Zielen beim Ausbau erneuerbarer Energien verpflichten müssen. Man braucht sich wohl nicht wundern, wenn es schon in einem einzigen Land wie Deutschland nicht funktioniert. Die Zielvorgaben zum Ausbau von erneuerbaren Energien werden nach unten korrigiert, die Förderungen sollen gedrosselt werden und alles rentabler und bezahlbarer werden.

In der letzten Woche konnten wir viel in der Zeitung lesen, über die EEG Umlage, die Energiewende und Stromtrassen. Der Minister für Energie, Sigmar Gabriel, legte einen „Plan“ vor. Er präsentiert den Schuldigen an der Explosion des Strompreise: die Öko-Energien! Die Energiewende, für die wir alle schon nach der Katastrophe von Fukushima demonstriert haben, droht zu einem Desaster zu werden. Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn der Strom nur aus Windparks an der Nordsee gewonnen wird, weil am profitabelsten und dann quer doch ganz Deutschland mit 75m hohen Megastromtrassen transportiert werden muss! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn sich die mächtige Kohlelobby durchsetzt und die Kohlekraft noch weiter ausgebaut wird! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn schon hinter vorgehaltener Hand darüber diskutiert wird, ob nicht vielleicht doch die Atomkraftwerke ein paar Jährchen länger am Netz bleiben sollen! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn die Förderung und der Ausbau von erneuerbaren Energien gedrosselt werden soll!

Die Energiewende ist auch keine echte Energiewende, wenn die energieintensive Industrie – und anscheinend auch viele viele andere Unternehmen – von der EEG Umlage befreit werden, statt das Anreize geschaffen werden Energie einzusparen und ihnen dabei von staatlicher Seite geholfen wird.

Wir wollen weder an der Atomenergie, noch an der Kohlekraft festhalten!

Wir brauchen keine Landesregierung und keinen Ministerpräsidenten der zwar ein Fähnchen im Wind ist, aber dennoch den Ausbau der Windenergie ausbremst!

Was wir brauchen ist eine echte Energiewende!

Wir brauchen eine verlässliche Förderung für erneuerbare Energien!

Wir brauchen mehr Unterstützung für genossenschaftliche und kommunale Projekte!

Und wir brauchen vor allem eine dezentrale Energiewende, bei der wir nicht abhängig sind von Stromlieferungen aus dem Norden Deutschlands! Strom sollte dort gewonnen werden, wo er benötigt wird. Denn das ist möglich!

Die Berichte der letzten Wochen haben mich pessimistisch gestimmt, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Und wenn ich mich hier so umschaue, gibt es noch mehr Menschen, die noch Hoffnung haben.

Ich möchte nicht in 20 Jahren meiner Tochter erklären müssen, warum wir immer noch abhängig von Atom- und Kohlekraft sind und unseren Planeten verschmutzen, gefährden und langsam zu Grunde richten!

Lasst uns gemeinsam für unseren Planeten kämpfen, fangen wir mit der Energiewende an!

 

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2013 im Rückblick

Posted in NACHBERICHTE with tags on Januar 31, 2014 by solidweissenburg

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2013 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 3.600 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 60 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Solid nominierte Spitzenkandidaten

Posted in Kommunalwahl 2014, PRESSE with tags , , , on Januar 7, 2014 by solidweissenburg

RotherWeißenburg – auf ihrer letzten Sitzung nominierte die örtliche Linksjugend ihren Spitzenkandidaten für die im März anstehende Kommunalwahl. Einstimmig wurde Victor Rother, der langjährige Sprecher der Gruppe, gewählt. Die linken Jugendlichen wünschen sich für ihren Kandidaten einen Platz unter den ersten fünf, auf der am 11. Januar in Weißenburg aufzustellenden Liste von LINKEN und PIRATEN. „Nachdem der Jungen Union ihr einziges Wahlkampfthema abhanden gekommen ist, ziehen wir wohl als einzige Jugendorganisation mit einem konkreten Programm in den Kommunalwahlkampf“, so Victor Rother nach seiner Nominierung. In ihrem Jugendwahlprogramm „Your City Your Future!“ fordert die parteinahe Jugendorganisation der LINKEN eine fahrradfreundlichere Stadt, kostenfreies WLAN für die Weißenburger Altstadt, freigegebene Graffiti-Flächen im Stadtgebiet sowie eine Aufhebung des Weißenburger Alkoholverbots im öffentlichen Raum. Das Wahlprogramm ist online unter your-city-your-future.de einsehbar.

Auf dem Drahtesel in den Stadtrat

Posted in Kommunalwahl 2014 with tags , , on November 28, 2013 by solidweissenburg

Solids mit dem Rad unterwegsFahrradfahren ist nicht nur gesund und hält fit, es ist auch eine umweltfreundliche, praktische und freudvolle Art der Fortbewegung. „In vielen Städten und Kommunen wird allerdings immer noch sehr wenig auf die Bedürfnisse der Radfahrerinnen und Radfahrer Rücksicht genommen.“ so die Weißenburger Linksjugend in ihrer Pressemitteilung.

Es mangelt an Fahrradwegen und Stellplätzen und auf einigen Straßen im Stadtgebiet ist das Radfahren fast halsbrecherisch. Nicht nur Fahrradtouristinnen und -touristen fühlen sich unwohl, wenn sie beispielsweise an der Nürnberger Straße entlang zu den Sehenswürdigkeiten unserer Stadt unterwegs sind. Die Situation in Weißenburg ist – mit einem Wort umschrieben – verbesserungswürdig. Die anderen beiden größeren Städte im Landkreis, Treuchtlingen und Gunzenhausen, sind Weißenburg zumindest mit der Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen“ voraus.

Auf diese Problematik hinzuweisen und sie in den anstehenden Wahlkampf einzubeziehen, hat sich die sozialistische Jugend in Weißenburg vorgenommen. Heiß diskutiert wurde das auf der letzten Sitzung der Linksjugend, die mit eigenen Jugendkandidatinnen und Kandidaten auf der Stadtratsliste der Linken antreten wird. „Mobilität, und wie damit umgegangen wird, wird in Zukunft auch in Kleinstädten wie Weißenburg eine immer zentralere Rolle spielen,“ so Victor Rother, Sprecher der sozialistischen Jugend „da ist es wichtig, frühzeitig ein solides Konzept zu erarbeiten. Oft leiden vor allem Kinder und alte Menschen am meisten unter dem Fehlen eines solchen, wie auch jüngst die Debatte über eine zusätzliche Ampel in der Augsburger Straße gezeigt hat.“

Als linker Jugendverband ist den Jungkandidatinnen und -kandidaten vor allem auch der ökologische Aspekt wichtig: „Wir wollen in einer Stadt leben, die auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit setzt. Wenn wir durch die Thematisierung und der Forderung nach einem Radwegkonzept dazu beitragen können unsere Stadt ein bisschen grüner zu machen, freut uns das.“ Ihre „grüne Seele“ stellte die sozialistische Jugend bereits durch die Initiation der Montagsmahnwachen nach der Atomkatastrophe von Fukushima 2011 unter Beweis. „Natürlich wird das nicht unser einziges Thema sein, da kommt noch mehr.“ erklärt Moritz Stefani, der, gerade 18 Jahre alt geworden, zum ersten Mal sowohl von seinem aktiven als auch von seinem passiven Wahlrecht Gebrauch machen wird und somit wohl der jüngste Kandidat bei den Kommunalwahlen sein dürfte.

Eine andere Welt lässt sich erkämpfen!

Posted in AKTUELLES with tags on September 3, 2013 by solidweissenburg

Aktiv werden für grundlegende Veränderungen und eine starke Linke! Um die Profitinteressen der Wirtschaft und rassistische oder sexistische Stimmungsmache zurückzudrängen, braucht es starken gesellschaftlichen Gegenwind. Wir wollen die Gesellschaft, in der der Profit alles und der Mensch nichts zählt, radikal verändern. Und was ist mit dir?

Die bayerische Linksjugend traf sich bei schönstem Wetter in Langlau

Posted in NACHBERICHTE, PRESSE with tags , , on August 9, 2013 by solidweissenburg

solidlanglauMitglieder der sozialistischen Jugendorganisation, aus allen Teilen Bayerns, trafen sich zur Landesmitgliederversammlung auf dem Trainingsgeländes des THW in Langlau. Dort standen für die Genossinnen und Genossen neben vielen Diskussionen, Workshops, Nachwahlen für den Landessprecher_innenrat und Satzungsänderungen, vor allem die anstehende Landtagswahl im Mittelpunkt. Zudem gründeten sich zwei neue Landesarbeitskreise (LAKs), der LAK Shalom, der sich mit dem Thema Antisemitismus beschäftigt, und der LAK Antimilitarismus und Frieden.

„Ich freue mich sehr auf den kritischen Jugendwahlkampf diesen Sommer. Dabei wird der Fokus, auf Perspektiven jenseits bayerischen Konservativismus gelegt, als Gegenentwurf wollen wir ein freies, selbstbestimmtes Leben auch in Bayern, präsentieren“ so Kai Huber, 22 jähriger Landtagskandidat der LINKEN aus dem Allgäu und neuer Kassenprüfer der bayerischen Linksjugend.

Die Linksjugend [’solid] versteht sich als ein sozialistischer, antifaschistischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband. Er greift nach seiner Selbstdarstellung in die gesellschaftlichen Verhältnisse ein und ist Plattform für antikapitalistische und selbstbestimmte Politik. Im Landkreis existiert eine aktive Gruppe in Weißenburg. Die Linksjugend [’solid] ist der parteinahe Jugendverband der Partei DIE LINKE.

Kundgebung in Weißenburg zum Generalstreik in Europa

Posted in AKTUELLES, TERMINE with tags , , , , on November 13, 2012 by solidweissenburg

Kundgebung am Mittwoch, 14. November 2012, um 18 Uhr auf den Marktplatz von Weißenburg.

Es gibt ein offenes Mikrofon für Reden und Wortbeiträge.

 

„Das ist eine Frage der Dosis, die die Menschen vertragen können.“*

Die Meldungen der letzten Monate überschlagen sich. Ein Generalstreik folgt dem Nächsten in Griechenland und Massenproteste von Millionen Menschen in Spanien und Portugal sind fast täglich Thema in den Medien. Der Kapitalismus zeigt in immer mehr europäischen Ländern seine realen Auswirkungen und schürt die Wut von Millionen Menschen auf ein untragbares Wirtschaftssystem, welches die Menschheit zur Geisel eines Traums nach ewigen Gewinn und Profit gemacht hat und schon in zwei Weltkriegen die Menschen aufeinander hetzte.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit, das Rücken der Rente in eine schier unerreichbare Ferne und steigende Lebensmittelpreise, bei gleichbleibenden oder sinkendem Einkommen, rauben jegliche Zukunftsperspektiven und Planungssicherheiten für das Individuum und zwischenmenschlichen Bünde. Diese Auswüchse einer kapitalistischen Logik, die nicht erst seit der so genannten „Finanzkrise“ sich als menschenverachtend entpuppt hat, lassen sich nicht auf einzelne gierige Bänker_innen oder Spekulanten_innen zurückführen sondern sind Teil eines großen Ganzen. Um uns in Zukunft von solchen Krisen zu schützen wird nun seit mehreren Jahren das Finanzsystem in großen Reden „reformiert“. Hierbei wird oft vergessen, dass eine solche Krise im Kapitalismus nichts Neues ist. Die vermeintlichen Reformen führen nicht zu einer solidarischen Gesellschaft, sondern sogar am Krankenbett des Kapitalismus zur Beibehaltung von weiteren Profiten.

Es entsteht der Eindruck, als ob sich Finanzminister_innen & Co nicht mit den sich immer wiederholenden Abläufen des Kapitalismus vertraut gemacht hätten. Das nach einem wirtschaftlichen Hoch, während dem der Markt boomt, auch ein Tief kommt, da die Bedürfnisse der Konsumenten_innen gesättigt sind und der massenhaft produzierte Überschuss an Waren nicht abgesetzt werden kann, lernt jede_r x-beliebige Schüler_in im Wirtschaftsunterricht. Die logische Konsequenz daraus ist, dass man im Kapitalismus immer weiß: Die nächste Krise kommt bestimmt!

Nach einer etwas genaueren Betrachtung fällt auf, dass im Kapitalismus ein Leben ohne Krise, also ein Leben ohne Existenzängste für die Masse der Bevölkerung, nicht möglich ist. In Spanien, Portugal und Griechenland kann man zusätzlich sehr gut beobachten wie korrupte Regierungen, und die Herrschaft des Kapitals, gegen Menschen und Bewegungen vorgehen von denen sie vermuten, dass sie genau diese Logik durchschaut haben. Bürger- und Freiheitsrechte werden durch brutal prügelnde Polizist_innenhorden eingeschränkt und sogar komplett außer Kraft gesetzt um jeglichen Protest zu verhindern.

Hier wird offensichtlich was so genannten „Volksvertretern“ wirklich Angst macht. Es ist weder die Krise noch sind es die Menschen, die Tag für Tag in Müllcontainern nach Essen suchen, sondern der massenhafte Protest gegen ein vermodertes Wirtschaftssystem.

Wir dagegen erklären uns solidarisch mit den Demonstranten_innen, die gegen den Kapitalismus protestieren und für eine gerechte Gesellschaft einstehen. Lassen wir es gemeinsam nicht zu, dass wir entmündigt durch das Kapital, uns mit der aktuellen Situation abfinden. Organisieren wir zusammen auf den Straßen und Plätze der BRD den antikapitalistischen Widerstand.

Dieser Aufruf wird unterstützt von:

Bildungsverein „Brecht(h)aus Bibliothek“, DIE LINKE Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen, Erwerbslosenforum Weißenburg-Gunzenhausen, Netzwerk Linker Aktivist_innen (NLA), [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg und 28 Einzelpersonen.

Weitere unterstützende Organisationen und Einzelpersonen können sich per E-Mail an erkandinar@web.de melden.

Mobivideo: www.youtube.com/watch

*SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am 24.09.2004 als Finanzminister in der Berliner Zeitung zur Einführung der Hartz-Gesetze.