Archiv für Kundgebung

Nachbericht: Das Feiertagsgesetz Schachmatt gesetzt!

Posted in NACHBERICHTE with tags , , , on April 26, 2012 by solidweissenburg

Am Karfreitag trafen sich über 20 SchachspielerInnen vor der Weißenburger St. Andreaskirche um eine gepflegte Partie, zeitweise waren es bis zu sieben parallel, zu spielen. Aufgerufen hatte dazu [`solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg, der Kreisverband der Partei DIE LINKE Weißenburg – Gunzenhausen/Ansbach, Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA) sowie der Deutsche Freidenker Verband.

Der Auslöser zum Protest war die Verkürzung der Mittelfränkischen Schachmeisterschaften in Weißenburg auf Intervention der beiden großen christlichen Kirchen. Diese werden traditionell, seit dem Jahr 1951, bis zum Ostersamstag ausgetragen. Durch das Veto der christlichen Kirchen, die sich auf das überflüssige Feiertagsgesetz beruften, konnte in Weißenburg jedoch nur bis Gründonnerstag gespielt werden. Überregional wurde über diesen Affront der Kirchen und über unsere Protestkundgebung, in Form eines öffentlichen Schachspieles, berichtet.

Kritisiert wurde von uns auch das Verhalten des sozialdemokratischen Oberbürgermeisters, dieser überließ den Kirchen die Entscheidung, ob die Schachmeisterschaften infolge des Feiertagsgesetzes einzuschränken seien.

Mit unserer Protestakion wollten wir politisieren, das kirchliche Schachspiel-Verbot am Karfreitag und das Feiertagsgesetz an sich kritisieren und unsere Ablehnung zum Ausdruck bringen. Wir haben bewiesen, dass Gottesdienst sowie Schach problemlos und ungestört am gleichen Tag nebeneinander stattfinden konnten. Mit unserer Aktion kritisierten wir nicht den Glauben als solchen, dieser gehört ins Private, sondern die Einmischung der Kirchen in das öffentliche Leben.

Wir stehen für eine klare und unverrückbare Trennung von Staat und Kirche und fordern die Abschaffung des Feiertagsgesetzes!

Link zum Artikel: „Schachern um die Karfreitagsruhe“

Link zum Artikel: „Das Turnier hat begonnen – der Protest geht weiter“

Link zum Artikel: „Wohin geht die Reise?“

Link zum Artikel: „Schachmatt am Karfreitag“

Link zum Artikel: „Im Kampf gegen das Vergnügen“

Link zum Artikel: „Krach um Schach am Karfreitag“

Link zum Artikel: „Gott sei Dank! Kirche trocknet Sündenpfuhl aus“

Link zum Artikel: „Schach dem Karfreitag“

Link zum Artikel: „Was fehlt…“

Link zum Artikel: „Schach statt beten“

Link zum Artikel: „In Weißenburg darf am Karfreitag kein Schach gespielt werden“

Link zum Artikel: „Zug um Zug ins Abseits“

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Das Feiertagsgesetz Schachmatt setzen!

Posted in TERMINE with tags , , , on April 1, 2012 by solidweissenburg

Wegen dem Protest der Kirchen werden die Mittelfränkischen Schachmeisterschaften in Weißenburg nur bis Gründonnerstag dauern. Wir sind der Ansicht das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut der Demokratie und steht über dem Feiertagsgesetz. Dies am Karfreitag nicht zuzulassen ist eine Nichtrespektierung der Bedürfnisse von Nichtchristen sowie Schachbegeisterten. Von einer toleranten Kirche erwarten wir mehr. Schach hat nichts mit Krach und Remmidemmi zu tun.

Auch wir sind für einen einkaufsfreien Sonntag, aber nicht wegen irgendwelchen Glaubensdogmen, sondern aus arbeitsrechtlichen Gründen zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen. Dies bedeutet allerdings auch konkret nicht alle Aktivitäten an Feiertagen über einen Kamm zu scheren. An Feiertagen sollte für die Menschen die Entspannung, aber auch die freie Wahl der eigenen Freizeitgestaltung im Mittelpunkt stehen dürfen. Bei den christlichen Kirchen scheint es beim Ersteren stehen zu bleiben.

Wir stehen für eine klare Trennung von Staat und Kirche ein. Der Glauben ist eine Privatsache. Dies bedeutet beidseitige Grenzen zwischen den Anliegen zweier von vielen Glaubensgemeinschaften in Deutschland zu akzeptieren, aber auch seitens der Glaubensgemeinschaften den öffentlichen Frieden zu den Bedürfnissen und Anliegen von beispielsweise Schachbegeisterten zu tolerieren.

Mit der Kundgebung soll auch auf die klare Verfehlung seitens der Stadtverwaltung mit OB Schröppel an Ihrer Spitze verwiesen werden. Ohne eine demokratische Diskussion und Abstimmung mit den politischen Kräften in Weißenburg wurde die Entscheidung getroffen die Mittelfränkischen Schachmeisterschaften einzuschränken. Als Messlatte wurde die Zustimmung der Kirchen zugelassen. Wir wollen wissen wieso ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister entgegen dem Geist der Vernunft und Aufklärung den kirchlichen Institutionen soviel Macht zugesteht?

Wir rufen also auf mit Schachbrettern, Schachfiguren und Schachspieler/innen gegen diesen Affront der christlichen Kirchen sowie der Stadtverwaltung ein Zeichen zu setzen.

Wir hoffen auf die Respektierung dieses Anliegens durch die Kirchen und setzen auf Stille und Konzentration bei einer guten Partie Schach. Wir sind uns sicher Gottesdienst sowie Schach werden problemlos ungestört am gleichen Tag nebeneinander durchführbar sein.

Kommt also am Karfreitag, von 15.00 – 17.00 Uhr, auf den Martin-Luther-Platz in Weißenburg und setzt uns Schachmatt!

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg, DIE LINKE Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach, Netzwerk Linker AktivistInnen, Deutscher Freidenker Verband Nürnberg

Update 03.04.12 – unsere Kundgebung wird genehmigt!

Link zum Artikel: „Schachern um die Karfreitagsruhe“

Link zum Artikel: „Das Turnier hat begonnen – der Protest geht weiter“

Nachbericht zur Kundgebung und Demonstration – Ansbach, 03.02.12

Posted in ANTIFA, NACHBERICHTE with tags , , , on Februar 7, 2012 by solidweissenburg

Am vergangenen Freitag versammelten sich auf dem Martin-Luther-Platz in Ansbach, mehr als 1000 Menschen um ein Signal gegen den Angriff von NeofaschistInnen, in der Silvesternacht, auf die Kneipe Störtebeker in Ansbach zu setzen. Im Anschluss bewegte sich ein kämpferischer Demonstrationszug durch die Stadt Ansbach, dem sich mehr als 600 AntifaschistInnen anschlossen.

Vor zwei Wochen bedrängten Neonazis erneut die Kneipe Störtebeker. Dieser jüngste Zwischenfall bewies ein weiteres mal, dass breit aufgestelltes antifaschistisches Engagement mehr denn je notwendig geworden ist. Doch bereits im Vorfeld gab es zahlreiche Spaltungsversuche aus dem Ansbacher Stadtrat, an denen sich auch die Oberbürgermeisterin rege beteiligte. Die CSU verkündete, der Kundgebung und Demonstration demonstrativ fern bleiben zu wollen, u.a. weil die lokale Linksjugend [’solid] sich im Antifaschistischen Koordinierungskreis (AKA) Ansbach engagiere, „Banden“ bilden und Nazirückzugsbiete aufmischen wolle. Linke wurden bereits im Vorfeld mit NeofaschistInnen gleichgesetzt, und der Aufruf zu einer „kämpferischen Demo“ kriminalisiert.

Auf der Kundgebung relativierte und verharmloste dann der Landrat des Landkreises Ansbach (CSU) die Leib und Leben bedrohende Gefahr, die von NeofaschistInnen ausgeht, indem er links und rechts gleichsetze und damit die unwissenschaftliche „Extremismustheorie“ ein weiteres mal bediente. Seine unsäglichen Äußerungen, wurden aus der Menge heraus mit unüberhörbaren Zwischenrufen quittiert.

Der „skandalumwitterten“ Demonstration, mit einem lautstarken „Antifaschistischen Block“ an der Spitze, schlossen sich trotz eisiger Kälte viele hunderte Menschen an und zeigten damit erneut, dass die Straßen in Ansbach nicht den Neonazis gehören.

Die geschürten Befürchtungen aus Teilen der Stadtratsfraktionen und der OB haben sich als völlig haltlos erwiesen. Dies beweist auch der abschließende Polizeibericht: „Beide Versammlungen verliefen störungsfrei“… „Beide verliefen vollkommen friedlich“ heißt es dort. Auch ohne eine Zusammenarbeit mit der Polizei ist also eine kämpferische und friedliche Demonstration ohne weiteres möglich. Von den SpalterInnen im Vorfeld wäre deshalb eine Entschuldigung zu erwarten. Sie waren es schließlich die provoziert – und eine Eskalation aus politischen Motiven herbei schwadroniert haben!

Wir sind die Klippe, an der die braune Welle bricht!
Wir bleiben dabei, es gibt kein ruhiges Hinterland!

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg
Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA)

Protestkundgebung gegen rechten Terror in Ansbach

Posted in ANTIFA, TERMINE with tags , , on Januar 5, 2012 by solidweissenburg

Chronologie des Naziüberfalles auf das „Störtebeker“ in der Silvesternacht

Am 01.01.2012 um ca. 01:00 Uhr erschienen in der Würzburger Straße ungefähr 20 Personen, die sich eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuordnen ließen. Sie trugen teilweise schwarz-weiß-rote Buttons oder Aufnäher und waren mit CS-Gas und/oder Pfefferspray bewaffnet. Sie bewegten sich zügig auf die linksalternative Kneipe „Störtebeker“ in der Hausnummer 18 zu, vor deren Eingang Personen standen. Diese Personen wurden ohne Umschweife von den Neonazis beschimpft und mit Feuerwerkskörpern beworfen.

Nachdem einer der Lokalbesucher in die Kneipe gerufen hatte: „Draußen sind Faschos, die wollen rein!“, drängten viele der Gäste nach außen, um zu verhindern, dass ein Eindringen der Neonazis gelingt, während andere sich im hinteren Teil des Lokals versteckten. Nach Aufforderung, den Ort zu verlassen, griffen die Neonazis an und es kam zu einer Schlägerei. Hierbei setzten die Angreifer das mitgebrachte CS-Gas und Pfefferspray ein, was zu heftigen Verletzungen bei vielen Besuchern des „Störtebeker“ führte.

Während sich einige ins Innere der Kneipe zurückzogen, um ihre Augen und Atemwege vom Pfefferspray zu befreien, versuchten die Faschisten, Einzelpersonen aus der Masse herauszuziehen, was teilweise gelang. Die Opfer wurden ebenfalls mit CS-Gas attackiert, zu Boden gerissen und mit Fußtritten überzogen. Hierbei kam es zu ernsthaften Verletzungen, wie Platzwunden und Knochenbrüchen.

Mehrere Besucher des Lokals riefen schon sehr bald die Polizei, die erst nur einen Streifenwagen vorbeischicken wollte, bei genauerer Beschreibung jedoch auch den Ernst der Lage erkannte und schließlich schnell mit mehreren Bussen anrückte. Trotz der offensichtlichen Überforderung der Polizei gelang es, alle Neonazis zu ergreifen und, genau wie bei den Besuchern der Kneipe, die Personalien aufzunehmen.

Drei Antifaschisten, die während des Angriffs verletzt worden waren, mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei von ihnen wurden ambulant behandelt, einer aufgrund der gravierenden Verletzungen auch zwei Tage stationär.

Die Tatsache, dass die Neonazis in der Silvesternacht in einer derart großen Gruppe bewaffnet direkt vor dem „Störtebeker“, das als linksalternativer Treffpunkt bekannt ist, auftauchten, kann kein Zufall sein, zumal sie augenscheinlich nicht alkoholisiert waren.

Fest steht: Das war ein gezielter Angriff auf Andersdenkende!

Die Polizei muss hier einen klaren Unterschied zwischen den Angreifern und den Opfern des Angriffs machen. Wir werden diesen feigen Angriff der Faschisten auf alternative Strukturen nicht tolerieren. Die Skrupellosigkeit und Menschenverachtung, mit der die Neonazis vorgingen, schockiert uns, wenn sie uns auch nicht überrascht.

Um auf die offensichtlichen Missstände und Probleme hinzuweisen, wird
am 07.01.2012 um 11:00 Uhr an der Riviera eine Kundgebung
stattfinden.

Kein Fußbreit den Faschisten!

Antifaschistischer Koordinierungskreis Ansbach

 

Protestkundgebung: Türkei bombardiert, Deutschland finanziert! – Solidarität mit dem kurdischen Volk!

Posted in PRESSE, TERMINE with tags , , , , on Januar 5, 2012 by solidweissenburg

Weißenburg – Die Weißenburger Linksjugend ruft zusammen mit der Partei DIE LINKE und dem Netzwerk Linker Aktivist_innen (NLA) zu einer Protestkundgebung auf. Diese findet am am kommenden Freitag, 06. Januar um 18.00 Uhr vor dem Gotischen Rathaus in Weißenburg statt. Anlass ist die „rücksichtslose Bombardierung und Ermordung von 35 Kinder und Jugendlichen, in Kurdistan, durch türkische Kampfflugzeuge“ heißt es in der Pressemitteilung der Organisationen. Thematisiert werden soll auch, dass die Türkei zu den drei größten Abnehmern von deutschen Rüstungsgütern gehört.