Archiv für Kundgebung

Kundgebung: Erneuerbare ANschalten – Atomkraft ABschalten – Fukushima WACHhalten!

Posted in AKTUELLES, TERMINE with tags , , on März 7, 2014 by solidweissenburg

Im Vorfeld des dritten Jahrestages der Katastrophe von Fukushima veranstaltet das Bündnis für Energiewende im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine Kundgebung am Montag, den 10. März um 18.00 Uhr auf dem Marktplatz in Weißenburg: „Erneuerbare ANschalten – Atomkraft ABschalten – Fukushima WACHhalten! Gegen einen Weiterbetrieb des gefährlichsten Atomkraftwerks Deutschlands: Gundremmingen

Wir laden ein, ein Zeichen zu setzen, für eine dezentrale, nicht-fossile und nicht-atomare Stromproduktion. Menschen  und Umwelt müssen vor Atommüll und Strahlung geschützt werden. Wir müssen dafür sorgen, in unserem Einflussbereich unnötige CO2-Emissionen zu vermeiden und Deutschland unabhängiger von Rohstoffimporten aus fragwürdigen Quellen und großen Konzernen zu machen. Am Vorabend des Jahrestages des SuperGAUs von Fukushima tritt das Bündnis für Energiewende im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen dafür ein, dass der regionale Ausbau der Erneuerbaren Energien fortgesetzt werden kann und die planmäßige Abschaltung der vier bayrischen Atomkraftwerke Grafenrheinfeld, Gundremmingen B+C und Isar 2 erfolgt.

252663_186947981354102_6514405_n

Nie mehr zurück zu Kohle und Atom!

Posted in NACHBERICHTE with tags , , on Februar 4, 2014 by solidweissenburg
P1010554

Anna Ulrich – Stadtratsliste DIE LINKE/ Piraten
Liste 7, Platz 23

An der vom Bündnis für Energiewende organisierten Kundgebung „Gegen die Sabotage der Energiewende – Nie mehr zurück zu Kohle und Atom – Für ein verlässliches EEG“ beteiligten sich über 100 TeilnehmerInnen. Die Demonstranten protestierten gegen Politik von Großer Koalition und bayerischer Landesregierung. Solid Weißenburg beteiligte sich als Bündnismitglied mit einem Redebeitrag.

Anna Ulrich für die sozialistische Jugend Weißenburg (es gilt das gesprochene Wort):

Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ *Albert Einstein

Auch wenn seine theoretischen Arbeiten – im Gegensatz zur verbreiteten Meinung – beim Bau der Atombombe und der Entwicklung der Kernenergie nur eine indirekte Rolle gespielt haben, hat dieses Zitat 60 Jahre nach seinem Tod nicht an Wahrheit verloren.

Auch im 21. Jahrhundert hat die Menschheit scheinbar wenig dazu gelernt. 2013 war das viert-wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Eine der unzähligen Naturkatastrophen war der Taifun auf den Philippinen, der über 5200 Menschen das Leben kostete. Dies veranlasste den Delegierten der Philippinen, bei den Verhandlungen um ein neues Klimaschutzabkommen, also dem Nachfolgeabkommen des Kyoto Protokolls, zu einem Hungerstreik.

Erfolglos. Auch im Jahr 2013 konnten sich die Mächtigen der Welt wieder nicht einigen.

Ein Mann aus dem Pazifik-Inselstaat Kiribati beantragte für sich und seine Familie in Neuseeland Asyl als weltweit erster Klimaflüchtling. Er scheiterte, die UN Konventionen für Flüchtlinge, erkennen (noch) keine Klimaflüchtlinge an. Auch die Europäische Union verabschiedet sich offenbar von ihren Klimazielen.

Die Mitgliedsländer sollen sich künftig nicht mehr verbindlich zu konkreten Zielen beim Ausbau erneuerbarer Energien verpflichten müssen. Man braucht sich wohl nicht wundern, wenn es schon in einem einzigen Land wie Deutschland nicht funktioniert. Die Zielvorgaben zum Ausbau von erneuerbaren Energien werden nach unten korrigiert, die Förderungen sollen gedrosselt werden und alles rentabler und bezahlbarer werden.

In der letzten Woche konnten wir viel in der Zeitung lesen, über die EEG Umlage, die Energiewende und Stromtrassen. Der Minister für Energie, Sigmar Gabriel, legte einen „Plan“ vor. Er präsentiert den Schuldigen an der Explosion des Strompreise: die Öko-Energien! Die Energiewende, für die wir alle schon nach der Katastrophe von Fukushima demonstriert haben, droht zu einem Desaster zu werden. Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn der Strom nur aus Windparks an der Nordsee gewonnen wird, weil am profitabelsten und dann quer doch ganz Deutschland mit 75m hohen Megastromtrassen transportiert werden muss! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn sich die mächtige Kohlelobby durchsetzt und die Kohlekraft noch weiter ausgebaut wird! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn schon hinter vorgehaltener Hand darüber diskutiert wird, ob nicht vielleicht doch die Atomkraftwerke ein paar Jährchen länger am Netz bleiben sollen! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn die Förderung und der Ausbau von erneuerbaren Energien gedrosselt werden soll!

Die Energiewende ist auch keine echte Energiewende, wenn die energieintensive Industrie – und anscheinend auch viele viele andere Unternehmen – von der EEG Umlage befreit werden, statt das Anreize geschaffen werden Energie einzusparen und ihnen dabei von staatlicher Seite geholfen wird.

Wir wollen weder an der Atomenergie, noch an der Kohlekraft festhalten!

Wir brauchen keine Landesregierung und keinen Ministerpräsidenten der zwar ein Fähnchen im Wind ist, aber dennoch den Ausbau der Windenergie ausbremst!

Was wir brauchen ist eine echte Energiewende!

Wir brauchen eine verlässliche Förderung für erneuerbare Energien!

Wir brauchen mehr Unterstützung für genossenschaftliche und kommunale Projekte!

Und wir brauchen vor allem eine dezentrale Energiewende, bei der wir nicht abhängig sind von Stromlieferungen aus dem Norden Deutschlands! Strom sollte dort gewonnen werden, wo er benötigt wird. Denn das ist möglich!

Die Berichte der letzten Wochen haben mich pessimistisch gestimmt, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Und wenn ich mich hier so umschaue, gibt es noch mehr Menschen, die noch Hoffnung haben.

Ich möchte nicht in 20 Jahren meiner Tochter erklären müssen, warum wir immer noch abhängig von Atom- und Kohlekraft sind und unseren Planeten verschmutzen, gefährden und langsam zu Grunde richten!

Lasst uns gemeinsam für unseren Planeten kämpfen, fangen wir mit der Energiewende an!

 

P1010552

Kundgebung in Weißenburg: Gegen die Sabotage der Energiewende – Nie mehr zurück zu Kohle und Atom – Für ein verlässliches EEG

Posted in AKTUELLES, TERMINE with tags , , on Januar 27, 2014 by solidweissenburg

Die Energiewende in Bayern und Deutschland steht vor dem Aus. Das Bündnis für Energiewende im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen veranstaltet eine Kundgebung am Montag, den 03. Februar um 17.00 Uhr auf dem Weißenburger Marktplatz: „Gegen die Sabotage der Energiewende – Nie mehr zurück zu Kohle und Atom – Für ein verlässliches EEG!“ 

254817_186949048020662_7285064_n

Riesige Kraftwerke der großen Energiekonzerne, die Deutschland mit Atom- und Kohlestrom versorgen, das war gestern und soll gestern bleiben. Die dezentrale Energieerzeugung ist die zukunftsfähige Lösung, sie macht auch den Ausbau gigantischer neuer Stromtrassen überflüssig. Die komplette Energieerzeugung wird umgestellt auf grünen Strom, das ist und bleibt das Ziel. Wir wollen, dass die Wertschöpfung bei der Energieerzeugung in den ländlichen Regionen gefördert wird. Deshalb treten wir dafür ein, dass Stadtwerke und genossenschaftliche Initiativen gestärkt werden. Maßvolle Energieerzeugung vor Ort ist besser als beispielsweise teure Windparks in der Ostsee, bei denen nicht mal geklärt ist, wie der Strom zu den Verbrauchern kommt. Wir wollen ein Zeichen setzen, deshalb veranstaltet das Bündnis für Energiewende am 3. Februar am Weißenburger Marktplatz um 17 Uhr eine Demo gegen die Sabotage der Energiewende.
Bisherige Aufruferorganisationen: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DGB, DIE LINKE, Katholische Kirchengemeinde, Linksjugend [solid‘] Weißenburg, ÖDP und SPD

Schöner leben ohne Nazis – Weißenburg wehrt sich!

Posted in AKTUELLES, ANTIFA, PRESSE, TERMINE with tags , , on Juli 12, 2013 by solidweissenburg

528029_430990926969211_2073589455_nAm kommenden Dienstag will die rassistische NPD in Weißenburg eine Kundgebung im Rahmen ihrer „Bayerntour“ durchführen. Diese soll in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr auf dem Weißenburger Marktplatz stattfinden. Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen hat auf dem Wendehammer, am Ende der Luitpoldstraße, eine Gegenkundgebung unter dem Motto „Schöner leben ohne Nazis – Weißenburg wehrt sich!“ angemeldet.

Weitere Kundgebungen von Mitgliedsorganisationen des Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen sollen in unmittelbarer Nähe zusätzlich angemeldet werden.

Wir rufen die Bevölkerung zum lautstarken und kreativen Protest auf. Wie im letzten Jahr wollen wir zeigen, dass weder in Weißenburg noch anderswo Platz ist für die menschenfeindliche Propaganda der Nazis.

Her yer Taksim, Her yer direniş – Taksim ist überall, Widerstand ist überall.

Posted in AKTUELLES, TERMINE with tags , , on Juni 5, 2013 by solidweissenburg

erdogan

Seit Tagen kommen Istanbul und viele andere Städte in der Türkei nicht mehr zu Ruhe. Seit Tagen rebellieren dort tausende Menschen gegen den Despoten Erdogan und seine Moralvorstellungen, die er versucht den Menschen aufzuzwingen. Seit Tagen werden die Protestierenden auf offener Straße von Polizisten zusammengeschlagen, mit Wasserwerfern und Tränengas beschossen, verhaftet und von Erdogan beschimpft und kriminalisiert. Zwei Menschenleben hat die Polizeigewalt bisher gefordert.

Es begann damit, dass der von Aktivist*innen besetzte Gezi-Park, im Herzen Istanbuls, durch Polizeikräfte brutal geräumt wurde. Die Bäume dort sollten für einen Supermarkt platz machen. Was mit der Räumung eines Parks begann, entfachte einen Flächenbrand im ganzen Land. Längst geht es nicht mehr um die Bäume im Gezi-Park – die Menschen fühlen sich immer mehr von Erdogan in ihren persönlichen Freiheiten eingeschränkt. Erdogan greift in das Privatleben der Menschen ein. Er will ihnen vorschreiben, wo sie Alkohol zu trinken haben, wie viele Kinder sie bekommen sollen und wo sie sich küssen dürfen. Gigantische Bauvorhaben werden über ihre Köpfe hinweg entschieden.

Erdogan meint, Demorkatie bedeute alle vier Jahre seine Stimme abzugeben, aber das sehen viele Menschen in der Türkei anders. Sie nehmen ihre Rechte wahr, wenn sie auf die Straße gehen um die faschistischen AKP-Regierung zu stürzen.

In vielen Städten weltweit gab es bisher ebenfalls Kundgebungen und Demonstrationen. Auch wir in Weißenburg wollen uns solidarisch zeigen und rufen deshalb zu einer Kundgebung auf.

Taksim ist überall, Widerstand ist überall.

Dienstag, 11.06.13 um 19.00 Uhr

Marktplatz Weißenburg

Mahnwache wider das Vergessen zum 2. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima

Posted in AKTUELLES, PRESSE, TERMINE with tags , , on März 9, 2013 by solidweissenburg
fs

 

Wir sind bestürzt über die jüngsten Ereignisse in Japan. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und beim gesamten japanischen Volk. Nach diesem Tag ist nichts mehr, wie es vorher war. Wir müssen jetzt weltweit umdenken. Die japanischen AKW galten als die Sichersten. Es ist spätestens jetzt klar, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist. Lasst uns gemeinsam für einen schnellen Atomausstieg kämpfen. Eine Möglichkeit ist Eure Teilnahme an der Mahnwache in Weißenburg am 12.03.2011 um 18:00 Uhr.“

Mit dieser kurzen Einladung begann vor genau zwei Jahren in Weißenburg das Jahr der Demonstrationen, wie es das Weißenburger Tagblatt in seinem Jahresrückblick 2011 resümierte. Mahnwache für Mahnwache kamen immer mehr Menschen aus Bestürzung, Wut und Solidarität, aber auch mit der Hoffnung den Atomausstieg in Deutschland durchzusezen auf den zentralen Platz von Weißenburg.

Zum 2. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima ruft nun erneut das Bündnis für Energiewende bestehend aus Bündnis 90/Die Grünen Weißenburg, DIE LINKE Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach, DGB Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen, Evang.-Luth. Kirchengemeinde Weißenburg St. Andreas, Evang.-Methodistischen Kirchengemeinde, Freundeskreis Jugendzentrum e.V., Katholischen Pfarrgemeinde St. Willibald, ÖDP Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen, [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg und dem SPD Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen, am kommenden Montag, den 11. März um 18 Uhr, zu einer einmaligen Mahnwache vor dem Gotische Rathaus in Weißenburg auf.

Die Bevölkerung wird gebeten zahlreich zu erscheinen um der Politik sowie der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die Ereignisse von Fukushima nicht vergessen sind und ein schneller Atomausstieg in Deutschland notwendig ist, um eine ähnliche Katastrophe direkt vor unserer Haustür unmöglich zu machen.

Kundgebung in Weißenburg zum Generalstreik in Europa

Posted in AKTUELLES, TERMINE with tags , , , , on November 13, 2012 by solidweissenburg

Kundgebung am Mittwoch, 14. November 2012, um 18 Uhr auf den Marktplatz von Weißenburg.

Es gibt ein offenes Mikrofon für Reden und Wortbeiträge.

 

„Das ist eine Frage der Dosis, die die Menschen vertragen können.“*

Die Meldungen der letzten Monate überschlagen sich. Ein Generalstreik folgt dem Nächsten in Griechenland und Massenproteste von Millionen Menschen in Spanien und Portugal sind fast täglich Thema in den Medien. Der Kapitalismus zeigt in immer mehr europäischen Ländern seine realen Auswirkungen und schürt die Wut von Millionen Menschen auf ein untragbares Wirtschaftssystem, welches die Menschheit zur Geisel eines Traums nach ewigen Gewinn und Profit gemacht hat und schon in zwei Weltkriegen die Menschen aufeinander hetzte.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit, das Rücken der Rente in eine schier unerreichbare Ferne und steigende Lebensmittelpreise, bei gleichbleibenden oder sinkendem Einkommen, rauben jegliche Zukunftsperspektiven und Planungssicherheiten für das Individuum und zwischenmenschlichen Bünde. Diese Auswüchse einer kapitalistischen Logik, die nicht erst seit der so genannten „Finanzkrise“ sich als menschenverachtend entpuppt hat, lassen sich nicht auf einzelne gierige Bänker_innen oder Spekulanten_innen zurückführen sondern sind Teil eines großen Ganzen. Um uns in Zukunft von solchen Krisen zu schützen wird nun seit mehreren Jahren das Finanzsystem in großen Reden „reformiert“. Hierbei wird oft vergessen, dass eine solche Krise im Kapitalismus nichts Neues ist. Die vermeintlichen Reformen führen nicht zu einer solidarischen Gesellschaft, sondern sogar am Krankenbett des Kapitalismus zur Beibehaltung von weiteren Profiten.

Es entsteht der Eindruck, als ob sich Finanzminister_innen & Co nicht mit den sich immer wiederholenden Abläufen des Kapitalismus vertraut gemacht hätten. Das nach einem wirtschaftlichen Hoch, während dem der Markt boomt, auch ein Tief kommt, da die Bedürfnisse der Konsumenten_innen gesättigt sind und der massenhaft produzierte Überschuss an Waren nicht abgesetzt werden kann, lernt jede_r x-beliebige Schüler_in im Wirtschaftsunterricht. Die logische Konsequenz daraus ist, dass man im Kapitalismus immer weiß: Die nächste Krise kommt bestimmt!

Nach einer etwas genaueren Betrachtung fällt auf, dass im Kapitalismus ein Leben ohne Krise, also ein Leben ohne Existenzängste für die Masse der Bevölkerung, nicht möglich ist. In Spanien, Portugal und Griechenland kann man zusätzlich sehr gut beobachten wie korrupte Regierungen, und die Herrschaft des Kapitals, gegen Menschen und Bewegungen vorgehen von denen sie vermuten, dass sie genau diese Logik durchschaut haben. Bürger- und Freiheitsrechte werden durch brutal prügelnde Polizist_innenhorden eingeschränkt und sogar komplett außer Kraft gesetzt um jeglichen Protest zu verhindern.

Hier wird offensichtlich was so genannten „Volksvertretern“ wirklich Angst macht. Es ist weder die Krise noch sind es die Menschen, die Tag für Tag in Müllcontainern nach Essen suchen, sondern der massenhafte Protest gegen ein vermodertes Wirtschaftssystem.

Wir dagegen erklären uns solidarisch mit den Demonstranten_innen, die gegen den Kapitalismus protestieren und für eine gerechte Gesellschaft einstehen. Lassen wir es gemeinsam nicht zu, dass wir entmündigt durch das Kapital, uns mit der aktuellen Situation abfinden. Organisieren wir zusammen auf den Straßen und Plätze der BRD den antikapitalistischen Widerstand.

Dieser Aufruf wird unterstützt von:

Bildungsverein „Brecht(h)aus Bibliothek“, DIE LINKE Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen, Erwerbslosenforum Weißenburg-Gunzenhausen, Netzwerk Linker Aktivist_innen (NLA), [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg und 28 Einzelpersonen.

Weitere unterstützende Organisationen und Einzelpersonen können sich per E-Mail an erkandinar@web.de melden.

Mobivideo: www.youtube.com/watch

*SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am 24.09.2004 als Finanzminister in der Berliner Zeitung zur Einführung der Hartz-Gesetze.

Nachbericht: Das Feiertagsgesetz Schachmatt gesetzt!

Posted in NACHBERICHTE with tags , , , on April 26, 2012 by solidweissenburg

Am Karfreitag trafen sich über 20 SchachspielerInnen vor der Weißenburger St. Andreaskirche um eine gepflegte Partie, zeitweise waren es bis zu sieben parallel, zu spielen. Aufgerufen hatte dazu [`solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg, der Kreisverband der Partei DIE LINKE Weißenburg – Gunzenhausen/Ansbach, Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA) sowie der Deutsche Freidenker Verband.

Der Auslöser zum Protest war die Verkürzung der Mittelfränkischen Schachmeisterschaften in Weißenburg auf Intervention der beiden großen christlichen Kirchen. Diese werden traditionell, seit dem Jahr 1951, bis zum Ostersamstag ausgetragen. Durch das Veto der christlichen Kirchen, die sich auf das überflüssige Feiertagsgesetz beruften, konnte in Weißenburg jedoch nur bis Gründonnerstag gespielt werden. Überregional wurde über diesen Affront der Kirchen und über unsere Protestkundgebung, in Form eines öffentlichen Schachspieles, berichtet.

Kritisiert wurde von uns auch das Verhalten des sozialdemokratischen Oberbürgermeisters, dieser überließ den Kirchen die Entscheidung, ob die Schachmeisterschaften infolge des Feiertagsgesetzes einzuschränken seien.

Mit unserer Protestakion wollten wir politisieren, das kirchliche Schachspiel-Verbot am Karfreitag und das Feiertagsgesetz an sich kritisieren und unsere Ablehnung zum Ausdruck bringen. Wir haben bewiesen, dass Gottesdienst sowie Schach problemlos und ungestört am gleichen Tag nebeneinander stattfinden konnten. Mit unserer Aktion kritisierten wir nicht den Glauben als solchen, dieser gehört ins Private, sondern die Einmischung der Kirchen in das öffentliche Leben.

Wir stehen für eine klare und unverrückbare Trennung von Staat und Kirche und fordern die Abschaffung des Feiertagsgesetzes!

Link zum Artikel: „Schachern um die Karfreitagsruhe“

Link zum Artikel: „Das Turnier hat begonnen – der Protest geht weiter“

Link zum Artikel: „Wohin geht die Reise?“

Link zum Artikel: „Schachmatt am Karfreitag“

Link zum Artikel: „Im Kampf gegen das Vergnügen“

Link zum Artikel: „Krach um Schach am Karfreitag“

Link zum Artikel: „Gott sei Dank! Kirche trocknet Sündenpfuhl aus“

Link zum Artikel: „Schach dem Karfreitag“

Link zum Artikel: „Was fehlt…“

Link zum Artikel: „Schach statt beten“

Link zum Artikel: „In Weißenburg darf am Karfreitag kein Schach gespielt werden“

Link zum Artikel: „Zug um Zug ins Abseits“

Das Feiertagsgesetz Schachmatt setzen!

Posted in TERMINE with tags , , , on April 1, 2012 by solidweissenburg

Wegen dem Protest der Kirchen werden die Mittelfränkischen Schachmeisterschaften in Weißenburg nur bis Gründonnerstag dauern. Wir sind der Ansicht das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut der Demokratie und steht über dem Feiertagsgesetz. Dies am Karfreitag nicht zuzulassen ist eine Nichtrespektierung der Bedürfnisse von Nichtchristen sowie Schachbegeisterten. Von einer toleranten Kirche erwarten wir mehr. Schach hat nichts mit Krach und Remmidemmi zu tun.

Auch wir sind für einen einkaufsfreien Sonntag, aber nicht wegen irgendwelchen Glaubensdogmen, sondern aus arbeitsrechtlichen Gründen zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen. Dies bedeutet allerdings auch konkret nicht alle Aktivitäten an Feiertagen über einen Kamm zu scheren. An Feiertagen sollte für die Menschen die Entspannung, aber auch die freie Wahl der eigenen Freizeitgestaltung im Mittelpunkt stehen dürfen. Bei den christlichen Kirchen scheint es beim Ersteren stehen zu bleiben.

Wir stehen für eine klare Trennung von Staat und Kirche ein. Der Glauben ist eine Privatsache. Dies bedeutet beidseitige Grenzen zwischen den Anliegen zweier von vielen Glaubensgemeinschaften in Deutschland zu akzeptieren, aber auch seitens der Glaubensgemeinschaften den öffentlichen Frieden zu den Bedürfnissen und Anliegen von beispielsweise Schachbegeisterten zu tolerieren.

Mit der Kundgebung soll auch auf die klare Verfehlung seitens der Stadtverwaltung mit OB Schröppel an Ihrer Spitze verwiesen werden. Ohne eine demokratische Diskussion und Abstimmung mit den politischen Kräften in Weißenburg wurde die Entscheidung getroffen die Mittelfränkischen Schachmeisterschaften einzuschränken. Als Messlatte wurde die Zustimmung der Kirchen zugelassen. Wir wollen wissen wieso ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister entgegen dem Geist der Vernunft und Aufklärung den kirchlichen Institutionen soviel Macht zugesteht?

Wir rufen also auf mit Schachbrettern, Schachfiguren und Schachspieler/innen gegen diesen Affront der christlichen Kirchen sowie der Stadtverwaltung ein Zeichen zu setzen.

Wir hoffen auf die Respektierung dieses Anliegens durch die Kirchen und setzen auf Stille und Konzentration bei einer guten Partie Schach. Wir sind uns sicher Gottesdienst sowie Schach werden problemlos ungestört am gleichen Tag nebeneinander durchführbar sein.

Kommt also am Karfreitag, von 15.00 – 17.00 Uhr, auf den Martin-Luther-Platz in Weißenburg und setzt uns Schachmatt!

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg, DIE LINKE Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach, Netzwerk Linker AktivistInnen, Deutscher Freidenker Verband Nürnberg

Update 03.04.12 – unsere Kundgebung wird genehmigt!

Link zum Artikel: „Schachern um die Karfreitagsruhe“

Link zum Artikel: „Das Turnier hat begonnen – der Protest geht weiter“

Nachbericht zur Kundgebung und Demonstration – Ansbach, 03.02.12

Posted in ANTIFA, NACHBERICHTE with tags , , , on Februar 7, 2012 by solidweissenburg

Am vergangenen Freitag versammelten sich auf dem Martin-Luther-Platz in Ansbach, mehr als 1000 Menschen um ein Signal gegen den Angriff von NeofaschistInnen, in der Silvesternacht, auf die Kneipe Störtebeker in Ansbach zu setzen. Im Anschluss bewegte sich ein kämpferischer Demonstrationszug durch die Stadt Ansbach, dem sich mehr als 600 AntifaschistInnen anschlossen.

Vor zwei Wochen bedrängten Neonazis erneut die Kneipe Störtebeker. Dieser jüngste Zwischenfall bewies ein weiteres mal, dass breit aufgestelltes antifaschistisches Engagement mehr denn je notwendig geworden ist. Doch bereits im Vorfeld gab es zahlreiche Spaltungsversuche aus dem Ansbacher Stadtrat, an denen sich auch die Oberbürgermeisterin rege beteiligte. Die CSU verkündete, der Kundgebung und Demonstration demonstrativ fern bleiben zu wollen, u.a. weil die lokale Linksjugend [’solid] sich im Antifaschistischen Koordinierungskreis (AKA) Ansbach engagiere, „Banden“ bilden und Nazirückzugsbiete aufmischen wolle. Linke wurden bereits im Vorfeld mit NeofaschistInnen gleichgesetzt, und der Aufruf zu einer „kämpferischen Demo“ kriminalisiert.

Auf der Kundgebung relativierte und verharmloste dann der Landrat des Landkreises Ansbach (CSU) die Leib und Leben bedrohende Gefahr, die von NeofaschistInnen ausgeht, indem er links und rechts gleichsetze und damit die unwissenschaftliche „Extremismustheorie“ ein weiteres mal bediente. Seine unsäglichen Äußerungen, wurden aus der Menge heraus mit unüberhörbaren Zwischenrufen quittiert.

Der „skandalumwitterten“ Demonstration, mit einem lautstarken „Antifaschistischen Block“ an der Spitze, schlossen sich trotz eisiger Kälte viele hunderte Menschen an und zeigten damit erneut, dass die Straßen in Ansbach nicht den Neonazis gehören.

Die geschürten Befürchtungen aus Teilen der Stadtratsfraktionen und der OB haben sich als völlig haltlos erwiesen. Dies beweist auch der abschließende Polizeibericht: „Beide Versammlungen verliefen störungsfrei“… „Beide verliefen vollkommen friedlich“ heißt es dort. Auch ohne eine Zusammenarbeit mit der Polizei ist also eine kämpferische und friedliche Demonstration ohne weiteres möglich. Von den SpalterInnen im Vorfeld wäre deshalb eine Entschuldigung zu erwarten. Sie waren es schließlich die provoziert – und eine Eskalation aus politischen Motiven herbei schwadroniert haben!

Wir sind die Klippe, an der die braune Welle bricht!
Wir bleiben dabei, es gibt kein ruhiges Hinterland!

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg
Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA)