Archiv für Frieden

Komm zum Jugendblock gegen die NATO-Kriegskonferenz 2013!

Posted in AKTUELLES, TERMINE with tags , , , on Januar 21, 2013 by solidweissenburg

bannerWie jedes Jahr treffen sich am ersten Februarwochenende im Bayerischen Hof MilitaristInnen, RüstungslobbyistInnen und die dazugehörigen PolitikerInnen hauptsächlich aus NATO-Staaten und planen ihre nächsten Kriege, die nächsten Waffendeals und wie sie die Bevölkerung am Besten auf Kriegskurs bringen.

Du fragst dich: Was geht mich das an? Die sogenannte Sicherheitskonferenz ist ein Treffen, auf dem das Geld, was z.B. in der Bildung fehlt, für die nächsten Kriege ausgegeben wird. Während der Euro wackelt, ganze Staaten pleite gehen und uns erzählt wird, „wir“ müssten sparen, um die Haushaltsausgaben zu verringern, werden im Bayerischen Hof Milliarden-Deals zwischen RegierungsvertreterInnen und Rüstungskonzernen vorbereitet. Doch das ist nichts Neues, denn während die Bundesregierung von Krise redet, verschenkt sie Milliarden an Banken und Konzerne. Für die Bildung bleibt da nichts über. Durch die Krise und Lohndrückerei der Konzerne sinken nicht nur die Löhne, es gibt auch immer weniger Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Kommunen sind pleite und Turnhallen verfallen. Das ist nicht unsere Krise, sondern die Krise der Banken und Konzerne!

Weg mit den Sparpaketen in Deutschland, Griechenland und sonstwo! Wir zahlen nicht für eure Krise!

Die sogenannte Sicherheitskonferenz ist ein Treffen, auf dem nicht nur Geschäfte mit Krieg und Militarisierung gemacht werden, sondern auch die nächsten Kriegseinsätze beschlossen werden. Ob mit Truppen wie z.B. in Afghanistan, oder mit logistischer und technischer Unterstützung wie im Irak oder in Libyen: die Bundeswehr ist an Kriegseinsätzen rund um die Welt beteiligt. Und das nicht etwa, um dort Menschenrechte zu verteidigen, sondern zur „Sicherung von Handelswegen“, wie es der ehemalige Bundespräsident Köhler ausdrückte. Krieg beginnt jedoch nicht nur in Afghanistan sondern in deinem Klassenzimmer. Morgens steht immer öfter ein Uniformierter “Jugendoffizier” an der Tafel und „hält Unterricht“, bei dem er (oder sie) für den „todsicheren“ Job SoldatIn wirbt. Denn durch die Umstrukturierung der Bundeswehr zu einer noch effektiveren Interventionsarmee wird nun deutlich mehr Kanonenfutter gebraucht – um die Handelswege deutscher Großkonzerne zu sichern. Während wir uns mit zu großen Klassen, zu wenig LehrerInnen, zu viel Stoff und zu wenig Freizeit rumärgern dürfen, werden Milliarden für Rüstung, Krieg und Militär verpulvert. 30 Milliarden Euro werden pro Jahr für die Bundeswehr ausgegeben – rund 1 Milliarde Euro kostet der Krieg in Afghanistan jedes Jahr. Geld, das für unsere Ausbildung fehlt!

Geld für Bildung statt für Rüstung, Krieg und Militarisierung! Bundeswehr raus aus Schulen, Arbeitsagenturen und sogenannten “Krisengebieten”! Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze!

Militärfreie Zonen schaffen – in München und überall Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass Geld für Militär und Kriegseinsätze ausgegeben wird statt für die Bildung! Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass Jugendliche einen „Job“ bei der Bundeswehr annehmen müssen, weil es zu wenig zivile Ausbildungsplätze gibt! Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass Kriege für den Profit von Konzernen geführt werden. Und wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass wir uns auf die nächsten Kriegseinsätze in Syrien und Iran einstimmen sollen. Wir wollen in einer Welt des Friedens leben! Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Krieg, Rüstung und Militarisierung setzen! Krieg ist gegen die Interessen jedes Jugendlichen. Wir kämpfen für ein neues Bildungssystem und eine solidarische Gesellschaft ohne Krieg.

Deshalb werden wir im Februar mit Tausenden Menschen auf die Straße gehen und gegen die Nato-Kriegskonferenz protestieren. Auf der sogenannten „Sicherheitskonferenz“ geht es nicht um unsere Sicherheit, sondern um sicheren Profit der Banken und Konzerne!

Kein Frieden mit der NATO – kein Frieden mit dem Kriegsgeschäft! Geld für Bildung statt für Rüstung! Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze!

Komm zum Jugendblock auf der Großdemonstration gegen die NATO-Kriegskonferenz am Samstag, den 2. Februar um 13 Uhr am Stachus in München!

Mehr Infos unter: http://www.jugendblock.de

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Krieg beginnt hier – Flashmob in Ansbach

Posted in AKTUELLES, NACHBERICHTE with tags , , , on September 3, 2012 by solidweissenburg

Am Samstag, den 1.9.12 wurde in Ansbach ein Flashmob/Straßentheater zum Thema „Krieg beginnt hier“ veranstaltet. Dabei stürmten 7 vermummte und mit Pappgewehren bewaffnete Aktivist_innen auf dem zentralen Martin-Luther-Platz aufeinander zu. Gleichzeitig wurden mit einer batteriebetriebenen Anlage Schuss- und Bombengeräusche abgespielt und Flyer zum Thema Antimilitarismus verteilt. Die Aktion endete mit einem Die-In der „Soldat_innen“ und verschiedenen vorher bereits aufgenommenen Statements zum Thema „Krieg beginnt hier“ über die Anlage.

Die Statements bezogen sich, auch aus aktuellem Anlass bezüglich Einsätzen im Inland, auf die Bundeswehr. Sie bezogen sich aber auch zu einem großen Teil auf die US-Army, da Ansbach sehr direkt mit der amerikanischen Kriegsführung verknüpft ist.

In Katterbach (gehört zur Stadt Ansbach) wird das Urlas-Gelände, einst ein Naturschutzgebiet von 150 Hektar, zur größten europäischen Hubschrauberbasis umgebaut. Von dort fliegen Hubschrauber in die Kriege dieser Welt. Soldaten werden zu Mördern ausgebildet, um dann im Irak oder Afghanistan Menschen umzubringen. Aus Katterbach und Illesheim waren insgesamt 2400 Soldaten in Afghanistan stationiert. In Katterbach stehen 112 Kampfhubschrauber, davon waren 110 in Afghanistan, um die dortigen Truppen beim morden zu unterstützen. Unzählige Waffen sind in Katterbach gelagert.

Ansbach als Kommune unterstützt den Krieg, indem für die Kaserne Straßenumbau und andere Maßnahmen finanziert werden. Die gesamte Aktion wurde von der „Fränkischen Landeszeitung“ begleitet.

Die Aktionsgruppe setzt sich aus mehreren Aktivist_innen aus dem antimilitaristischen Spektrum zusammen.

Linksjugend [’solid] Ansbach: http://solidan.blogsport.de/

Nachbericht zu der Kundgebung in Weißenburg – Türkei bombardiert, Deutschland finanziert!

Posted in NACHBERICHTE with tags , , on Januar 20, 2012 by solidweissenburg

Am 06. Januar 2012, versammelten sich  über 70 TeilnehmerInnen vor dem Gotischen Rathaus in Weißenburg. Die Polizei war mit mehreren Fahrzeugen vertreten und versuchte bereits im Vorfeld zu erfahren, ob „auswärtige linke“ anreisen würden. Mehrere Personen aus dem neonazistischen Spektrum erhielten von der Polizei Platzverweise.

Zu der Protestkundgebung aufgerufen hatten [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg, Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA) sowie die Partei Die Linke.

Hintergrund, der Protestkundgebung, war die Ermordung von 35 Kinder und Jugendlichen durch die türkische Regierung in Kurdistan. Ende Dezember waren diese von F-16 Kampfflugzeugen bombardiert worden, laut offizieller Sprachregelung der türkischen Militär- und Regierungsführung hielt man sie für Guerillas. Ausgelöscht hat man in Wirklichkeit einfache SchmugglerInnen. Überlebende der Bombardierung bestätigten, dass Soldaten die SchmugglerInnen vor dem Luftangriff gestoppt hatten und somit wussten, dass es sich eben nicht um bewaffnete Guerillas handelte. Bei diesem menschenverachtenden Angriff kamen aller Wahrscheinlichkeit nach Napalm-Bomben zum Einsatz. Die türkische Regierung hat damit wiederholt, auch gegen die von ihr ratifizierte Chemiewaffenkonvention verstoßen und ein schändliches Kriegsverbrechen begangen.

Victor Rother der für [’solid] Weißenburg die Kundgebung eröffnete, kritisierte den fehlenden Aufschrei der internationalen Gemeinschaft und die nicht existente juristische Aufarbeitung des Bombardements. Er machte ebenfalls darauf aufmerksam, dass die Aufstände des sogenannten „Arabischen Frühlings“ weltweit Beachtung und Unterstützung fanden, der jahrzehntelange Kampf des kurdischen Volkes für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit jedoch von großen teilen der Massenmedien kaum erwähnt und oft gänzlich verschwiegen werden.

Erkan Dinar, Kreisvorsitzender der Partei Die Linke, ging in seiner Rede u.a. auf die Situation in Kurdistan und den Krieg der türkischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung ein. „Gegen demokratische und sozialistische Kräfte genauso wie auch gegen Minderheiten im Land“ Er kritisierte ferner den Kurs der deutschen Bundesregierung und deren Militärgeschäfte mit der Türkei.

„Die Menschen in Ländern mit despotischen Regierungen sind weltweit auf sich alleine gestellt, bei ihren Versuchen endlich Freiheit und Gerechtigkeit zu erringen. Unsere Aufgabe in der Diaspora ist es allerdings Solidarität zu zeigen, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen, Forderungen aufzustellen und vor allem menschlich mitzufühlen“ so Erkan Dinar abschließend.

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg wird sich zusammen mit ihren BündnispartnerInnen auch weiterhin zu Wort melden, wenn im Namen des Kapitals ganze Völker und emanzipatorische Kräfte verfolgt, geschlagen, gefoltert oder auch umgebracht werden. Ob nun in der Türkei, in Palästina oder auch in Afghanistan! Unsere Waffe heißt Solidarität!

Türkei bombardiert, Deutschland finanziert! – Solidarität mit dem kurdischen Volk!

Posted in AKTUELLES, TERMINE with tags , , , on Januar 2, 2012 by solidweissenburg

Der Krieg des türkischen Staates gegen das kurdische Volk hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Bei der rücksichtslosen Bombadierung durch F-16 Kampfflugzeuge verloren 35 Kinder und Jugendliche ihr junges Leben. Laut offizieller Sprachregelung der türkischen Militär- und Regierungsführung hielt man sie für Guerillas. Ausgelöscht hat man in Wirklichkeit einfache SchmugglerInnen. In den Tagen danach versammelten sich als Reaktion in vielen Städten tausende Menschen zu Protesten. Nach Berichten von Überlebenden des Massakers verströmten die abgeworfenen Bomben einen bitteren Geruch. Höchstwahrscheinlich handelte es sich dabei um Napalm.

Dies war nicht das erste Mal, dass die türkische Regierung in ihrem verbrecherischen Krieg gegen das kurdische Volk, chemische Waffen eingesetzt hat. Für keines ihrer Verbrechen musste sie sich bis dato vor der internationalen Gemeinschaft verantworten.

„Eine Regierung die ihr eigenes Volk massakriert, hat keine Legitimität“, sagte kürzlich der türkische Ministerpräsident Erdogan zu den Auseinandersetzungen in Syrien. Sollte dieser Satz nicht auch für die türkische Regierung gelten?

Die deutschen Massenmedien ignorieren mehrheitlich den jahrzehntelangen Kampf des kurdischen Volkes für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Sie verschweigen die Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen der türkischen Staatsführung. Egal ob nun chemische Kriegsführung oder ökologische Vernichtung durch gezielt gelegte Waldbrände in den kurdischen Gebieten. Auch die deutsche Regierung verliert darüber kein Wort und verdient lieber gut mit am Krieg in Kurdistan. Die Türkei gehört zu den drei größten Abnehmern von deutschen Rüstungsgütern. Deutschland hat damit ebenfalls Blut an den Händen. Wir fordern umgehend die Einrichtung einer internationalen Untersuchungskommission und die juristische Aufarbeitung dieses fürchterlichen Massakers an Zivilisten.

Hoch die Internationale Solidarität! – Stopp dem Krieg gegen das kurdische Volk!

Kundgebung in Weißenburg – Freitag, 6. Januar 2012 – 18.00 Uhr
Gotisches Rathaus – Marktplatz 1

Linksjugend [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg & Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA)

Kein Frieden mit der NATO – Kein Frieden mit dem Kriegsgeschäft!

Posted in TERMINE with tags , on Dezember 28, 2011 by solidweissenburg

Aufruf zu Protesten gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz (SiKo) 2012 in München

Am ersten Februar-Wochenende treffen sich im Hotel Bayerischer Hof wieder Kriegsstrateg_innen, überwiegend aus NATO- und EU-Staaten, hochrangige Militärs, Vertreter_innen von Wirtschafts- und Rüstungskonzernen und Regierungen. Sie schmieden Kriegskoalitionen und koordinieren Militärstrategien für ihre weltweiten Interventionspläne.

Unter ihrer Flagge „Sicherheit und Menschenrechte“ führen sie Kriege, um ihre Wirtschafts- und Vorherrschaftsinteressen durchzusetzen. Mit Waffenexporten leisten sie Beihilfe zum weltweiten Morden und zu Unterdrückung.

Während sie über die Spielregeln ihrer „Weltordnung“ beraten, werden wir auf die Straße gehen und demonstrieren.

Krieg und ein profitorientierter Welthandel zwingen Milliarden Menschen zur Flucht und treiben sie in den Hunger. „Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung oder leicht heilbaren Krankheiten. Diese Kinder sterben nicht, sie werden ermordet“ (Jean Ziegler). Sie werden ermordet von einer Weltordnung, die für den Profit über Leichen geht, von einer Wirtschaftsweise, die systematisch die natürlichen Ressourcen plündert und damit die Lebensgrundlagen dieses Planeten ruiniert. Die reichen Staaten schotten ihre Grenzen ab gegen Kriegs-, Armuts- und Klimaflüchtlinge.

Krieg beginnt hier!

Deutschland ist die militärische Drehscheibe für die Aggressionskriege der USA und der NATO. Unter Bruch der Verfassung ist Deutschland bei jedem Krieg dabei, um seine eigenen wirtschafts- und machtpolitischen Interessen durchzusetzen. Hier werden auch die tödlichen Waffen produziert, die weltweit tausende Menschen töten. Hier und in den anderen NATO-Staaten werden Rechtfertigungslügen erfunden und Angriffskriege als „humanitäre Intervention“ propagiert. Die Münchner SiKo ist dafür eines der wichtigsten Propaganda-Foren.

Ihre „Sicherheitskonferenz“ ist eine Unsicherheitskonferenz – auch sie steht für Profite, Krieg und Ausbeutung.

Mit Lügen werden Kriege begonnen und Länder überfallen, keineswegs aber wird „Sicherheit“ gebracht. Die Kriege – wie in Jugoslawien, in Afghanistan, im Irak und in Libyen – zeigen es.

Krieg bedeutet: Massenhafte Vergewaltigung sowie Tod, Folter und Flucht. Opfer dieser Kriege sind die Mehrheit der Menschen, die Natur und die Kultur solidarischen Zusammenlebens.

Die wirtschaftlich und politisch Mächtigen der Welt beanspruchen für sich das Recht auf „ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen“ (so in: Verteidigungspolitische Richtlinien der Bundeswehr). Sie setzen ihre wirtschaftlichen Interessen und globalen Machtansprüche durch, auch mit militärischer Gewalt. Folgen einer solchen Gewaltpolitik sind globale Verarmung, Zerstörung demokratischer und sozialer Rechte, Abbau im Bildungsbereich und die Vernichtung natürlicher Lebensgrundlagen.

Wir erleben eine zunehmende Militarisierung der Gesellschaft, Überwachung und Disziplinierung der Bevölkerung zur präventiven Aufstandsbekämpfung. Die Verantwortlichen zielen mit ihrer Propaganda der Alternativlosigkeit darauf, dass die Menschen stillhalten, aus Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst um die Zukunft ihrer Kinder, Angst vor Terror.

Immer mehr Menschen suchen Alternativen zum Kapitalismus und beginnen in vielen Ländern, sich dagegen zu wehren.

Die Herrschenden wappnen sich – auch bei uns – gegen Widerstand. Sie bauen den Überwachungsstaat aus, rüsten den Polizeiapparat auf und erstreben schließlich auch den  Bundeswehreinsatz im Inneren (z. B. gegen Streikende). Vorstufe dafür war die Unterstützung von Polizeieinsätzen beispielsweise in Heiligendamm und bei Castor-Transporten.

Wir lassen uns nicht einschüchtern und wehren uns gegen diffamierende Unterstellungen, die als Vorwand für polizeiliche Repression und zur Einschränkung unseres Demonstrationsrechts dienen.

Zeigen wir den selbstherrlichen Kriegsstrateg_innen:

Wir wenden uns gegen ein System, das sich ausschließlich am Profit orientiert und das sowohl in Friedens- wie in Kriegszeiten über Leichen geht. Dem setzen wir unseren Protest, entschiedenen Widerstand und solidarisches Handeln entgegen.

Wir demonstrieren:

  • Gegen Kriegsgeschäfte und militärische Machtpolitik
  • Gegen Militarisierung der Gesellschaft, gegen Nationalismus und Rassismus
  • Für Beendigung aller Auslandseinsätze, für den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
  • Für  Abrüstung – Auflösung der Interventionstruppen – Bundeswehr abschaffen!
  • Bundeswehr raus aus Ausbildungsstätten und Jobcenter – kein Werben für´s Sterben!
  • Beendigung aller Waffenexporte
  • Für den Austritt Deutschlands aus der NATO – Auflösung der NATO – Keine Beteiligung Deutschlands an EU- und anderen Militärstrukturen
  • Für Abschaffung der NATO-„Sicherheitskonferenz“

Die Menschheit braucht weder eine NATO noch andere Militärpakte, sondern Frieden, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit.

Empört Euch und kommt zu den Protesten gegen die Kriegskonferenz nach München!

Beteiligt Euch an der großen Demonstration, entschlossen, phantasievoll, vielfältig und laut!

Samstag, 4. Februar 2012 um 13 Uhr am Marienplatz

AKTIONSBÜNDNIS GEGEN DIE NATO-SICHERHEITSKONFERENZ

http://sicherheitskonferenz.de/de

Erklärung zu Katterbach

Posted in AKTUELLES with tags , , on Dezember 26, 2011 by solidweissenburg

Wir mögen die Hubschrauber nicht. Wir hassen den Lärm, der von ihnen ausgeht, das Geräusch, wenn sie über unseren Köpfen kreisen, das Gefühl, nachts aus dem Schlaf gerissen zu werden, keine Ruhe mehr zu finden. Und wir schimpfen darüber, dass sie über unsere Häuser hinwegfliegen. Können sie nicht woanders fliegen?

Und wir betrachten die Menschen, die in ihren Uniformen durch unsere Stadt laufen, mit gemischten Gefühlen. Sie sehen anders aus als wir. Oft sprechen sie unsere Sprache nicht. Das macht sie uns fremd. Manche von uns lernen ihre Sprache, um mit ihnen Geschäfte machen zu können, an ihnen verdienen zu können, um die eigene Existenz zu sichern in einer Zeit, in der das wirtschaftliche Überleben immer schwerer wird. Manche Bar, manche Kneipe existiert sogar nur noch deshalb, weil sie dort ein- und ausgehen.

Und manche von uns schimpfen gar über die „Besatzungsmacht“, blicken skeptisch, wenn wieder einer von ihnen durch die Straßen geht, oft sind sie dunkelhäutig… Wir haben ja nichts gegen Menschen aus fremden Ländern, aber sie sollen bitte dahin verschwinden, wo sie herkommen…?!

Rassismus hat viele Gesichter.

Rassismus ist zum Beispiel, andere Menschen abzuwerten, weil sie aus einem anderen Land kommen, weil sie eine andere Hautfarbe haben, weil sie eine andere Sprache sprechen. Wenn Menschen beschimpft werden, weil sie eine dunklere Hautfarbe haben, wenn wir sagen: „Geht dahin zurück, wo ihr herkommt.“ oder: „Ihr gehört hier nicht hin. Verschwindet!“

Rassismus ist auch dann Rassismus, wenn er sich gegen Menschen richtet, die aus den USA kommen.

Wir wollen die Hubschrauber hier nicht. Und, ja, es ist zermürbend, wenn sie Nacht für Nacht über den Schlafzimmern kreisen. Aber ist dies das einzige oder das wichtigste Problem, was wir mit dieser Kaserne haben?

Wären wir wirklich alle froh, wenn die Amerikaner ihre Kaserne in die USA verlegen würden und die Kriege von dort aus führen würden? Wäre es besser, wenn es keine US-amerikanische, sondern eine deutsche Kaserne wäre, deutsche Soldat_innen, deutsche Waffen und deutsche Militärmaschinen? Oder beispielsweise italienische? Russische? Würde das irgendetwas ändern?

Soldaten sind Mörder, lautet ein alter Spruch. Sie werden gezielt zu Killermaschinen ausgebildet, um die Interessen von irgendwem zu vertreten. Sie töten und sie lassen sich töten – für Geld, für Ruhm, weil sie keine andere Perspektive sehen, vielleicht, weil es ihnen Spaß macht oder vielleicht, weil sie sicher sind, das richtige zu tun, Werte zu verteidigen. Dafür schießen sie. Dafür werfen sie Bomben. Auf alte Menschen, auf kleine Kinder, auf schwangere Frauen. Auf Menschen, die Angehörige haben, und auf Menschen, die niemanden mehr haben, der um sie weinen wird. Auf „feindliche“ Soldatinnen und Soldaten. Auf Menschen, deren einziges Verbrechen es war, im falschen Land geboren zu werden. Einem Land, das jetzt Krieg führt. Wer eine Bombe wirft, kann nicht kontrollieren, wohin sie fällt. Ob sie die feindlichen Panzer trifft oder das Krankenhaus direkt daneben. Die Taliban oder die spielenden Kinder. Oder beide. Wen interessiertʽs?

Wir wollen diese Kaserne nicht. Nirgendwo auf dieser Welt.

Diese Kaserne nicht und auch keine andere. Die US Army nicht. Die Bundeswehr nicht. Keine Armee. Keine Soldatinnen, keine Soldaten. Egal aus welchem Land, egal für welche Interessen. Keine Kriege, nicht für Öl, nicht für „die Freiheit“, was auch immer das sein mag. Nicht aus rassistischen Gründen. Nicht für wirtschaftliche Interessen, nicht aus Gründen der Staatsraison und der Machtpolitik, nicht aus Gründen der Humanität, für „das Gute“. Es wurde zu oft als Grund missbraucht. Jeder Krieg war für diejenigen, die ihn begonnen haben, „gut“ und „gerechtfertigt“ und sollte für eine bestimmte Gruppe „das Gute“ bringen.

Und in jedem Krieg werden Zivilistinnen und Zivilisten getötet, als „Kollateralschäden“ – oder aus Spaß. Werden Menschen gequält, gefoltert. Frauen und auch Männer vergewaltigt. Kleinen Kindern der Schädel zertrümmert, ganz bewusst und absichtlich. Um Macht zu demonstrieren, um Aggressionen abzubauen, um die Panik und das alltägliche Grauen des Krieges durch einen Moment der Überlegenheit zu kaschieren. Einen Moment der Macht über einen anderen Menschen. Wir können sicher sein, dass das, was uns an Nachrichten dieser Art erreicht, nur die Spitze eines Eisbergs ist. Egal, um welche Armee es sich handelt.

Es gibt keine gerechten Krieg.

Krieg ist Gewalt, schon immer gewesen, und das schnelle, zufällige Sterben durch eine Rakete, einen Schuss gehört ebenso dazu wie die gezielten Tötungen, die Vergewaltigungen, die Verstümmelungen. Menschenrechte werden mit Füßen getreten. Das ist das Wesen des Krieges, nicht irgendeine Begleiterscheinung davon.

Und deshalb wollen wir keine Kriege, unabhängig davon, ob wir die Folgen davon direkt mitbekommen oder nicht. Unabhängig davon, ob die Kaserne vor unserer Haustür steht oder meilenweit weg in einem anderen Land. Für uns bedeutet der Lärm der Hubschrauber, dass wir nachts nicht schlafen können. Für andere Menschen kann er bedeuten, dass sie in dieser Nacht sterben werden.

Wir sind gegen Rassismus.

Und wir werden gewiss nicht Seit-an-Seit mit Rechtspopulisten und Neonazis schreiten, deren Ziel es ist, dass die Kaserne der „Besatzer“ verschwindet, damit „Deutschland“ den „Deutschen“ gehört. Rassismus ist menschenverachtend, mit solchen Leuten wollen wir nichts zu tun haben.

Jede Person sollte dort leben können, wo es ihr gefällt.

Wenn US-Amerikanerinnen und Amerikaner mit ihren Familien bei uns leben wollen, dann sollen sie das tun. Wir protestieren nicht gegen die Personen, sondern gegen die Institution „Armee“. Soldat_innen wollen wir nicht. Menschen sind uns willkommen.

Unser Protest heißt nicht: Verschwindet, Amis. Verlegt eure Kaserne in die USA.

Sondern unser Protest muss heißen: Legt eure Waffen nieder, und wenn ihr wollt, bleibt bei uns.

Linksjugend [`solid] Ansbach

Mehr Infos unter: http://solidan.blogsport.de/