Archive for the PRESSE Category

Schöner leben ohne Nazis – Weißenburg wehrt sich!

Posted in AKTUELLES, ANTIFA, PRESSE, TERMINE with tags , , on Juli 12, 2013 by solidweissenburg

528029_430990926969211_2073589455_nAm kommenden Dienstag will die rassistische NPD in Weißenburg eine Kundgebung im Rahmen ihrer „Bayerntour“ durchführen. Diese soll in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr auf dem Weißenburger Marktplatz stattfinden. Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen hat auf dem Wendehammer, am Ende der Luitpoldstraße, eine Gegenkundgebung unter dem Motto „Schöner leben ohne Nazis – Weißenburg wehrt sich!“ angemeldet.

Weitere Kundgebungen von Mitgliedsorganisationen des Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen sollen in unmittelbarer Nähe zusätzlich angemeldet werden.

Wir rufen die Bevölkerung zum lautstarken und kreativen Protest auf. Wie im letzten Jahr wollen wir zeigen, dass weder in Weißenburg noch anderswo Platz ist für die menschenfeindliche Propaganda der Nazis.

Advertisements

Erdogan-Gegner demonstrierten auf dem Marktplatz

Posted in AKTUELLES, NACHBERICHTE, PRESSE with tags , , on Juni 14, 2013 by solidweissenburg

türkei_kundgebungPRESSEMITTEILUNG

Weißenburg- die aktuellen Ereignisse in der Türkei waren Anlass für eine Solidaritätskundgebung auf dem Weißenburger Marktplatz, zu der die sozialistische Jugend aufgerufen hatte. Bei den dortigen Aufständen wurden bisher mehrere Menschen getöten und mehr als 5000 verletzt. Das gewaltsame Vorgehen der Polizeikräfte gegen Demonstranten, in Istanbul und anderen türkischen Städten, löste auch international scharfe Kritik aus.

Die rund 60 Demonstrant_innen in Weißenburg forderten ein sofortiges Ende der Polizeigewalt, die Wahrung von demokratischen Grundrechten und einen Rücktritt des autoritär regierenden Regierungschefs Erdogan und seiner AKP-Regierung. „Die Menschen wollen sich nicht länger bevormunden lassen. Sie wollen sich nicht länger vorschreiben lassen, wie sie zu leben haben. Sie wollen Demonstrations- und Meinungsfreiheit. Sie wollen Medien, die unabhängige und objektive Berichterstattung betreiben und eine Regierung, die nicht länger selbstgerecht Großprojekte über ihre Köpfe hinweg entscheidet.“ so Victor Rother, Sprecher der Weißenburger Linksjugend.

Erkan Dinar, Kreisvorsitzender der LINKEN, ist nach Istanbul gereist um sich den Protesten anzuschließen. Vor Ort wurde ein von ihm verfasster Augenzeugenbericht verlesen, in dem er unter anderem schreibt: „Die Menschen hier wissen ganz genau um was sie kämpfen. Niemand ist hier ein Marodeur oder Plünderer und doch tragen wir hier voller Stolz diese Bezeichnung. Unterstützt uns in diesem Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit. Die Türkei ist ein wundervolles Land, aber aktuell regiert von einem Despoten. Bereichert hat er sich, seine Familie und seine Amigopartei“.

Einen weiteren Redebeitrag hielt Zeki Özcan von DIDIF – Föderation Demokratischer Arbeitervereine: „Der Staatsterror, mit dem die AKP-Regierung jeder gesellschaftlichen Opposition begegnet, wird die Wut vergrößern. Und irgendwann wird sie nicht mehr mit mehr Terror zu unterbinden sein. Und das ist das Dilemma Erdogans: Daß er dann seinen Platz in den Gesichtsbüchern neben den früheren Sultanen findet, wird nur eine Frage der Zeit sein“.

Die GEW zu den Anwerbeversuchen der Bundeswehr an Schulen

Posted in AKTUELLES, PRESSE with tags , , on April 18, 2013 by solidweissenburg

Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte schon vor anderthalb Jahren die „mittlerweile übliche Praxis, dass Vertreter der Bundeswehr regelmäßig an deutschen Schulen zu Gast sind“, kritisiert. Die Bundeswehr hat im letzten Jahr versucht, ihren Einfluss auf die Schulen weiter zu erhöhen, schreibt die GEW in einer von Harald Morawietz unterzeichneten Presseerklärung. Jugendoffiziere erreichten über 140.000 Schüler, sogenannte Karriereberater mehr als 250.000 Jugendliche.

„Unbestritten“, schreiben die Gewerkschafter, „ist es das formale Recht einer Lehrkraft, Bundeswehroffiziere und Karriereberater in den Unterricht einzuladen. Auch Bayern hat eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr. Doch fragt die GEW, welche „Karriere“ man als Bundeswehrsoldat in Afghanistan, in Mali oder einem anderen Krisengebiet machen könne? Vom Grauen des Krieges traumatisierte Soldaten gebe es mittlerweile auch in der BRD etliche.

Angesichts der Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 nehme die Bedeutung der Schulen für die Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr weiter zu. Die Gewerkschafter lehnen es kategorisch ab, blutjungen Menschen den Soldatenberuf schmackhaft zu machen. Dabei wirbt die Bundeswehr, so die GEW, mit vielschichtigen, flexiblen, individuell zugeschnittenen Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogrammen, damit Fähigkeiten erlernt werden, die sie für ihre Kriegseinsätze braucht. Entsprechend wirbt sie auf zielgruppengerechten Internetseiten, so auch bei YouTube. Selbst auf der Online-Seite der „Bravo“ warb die Bundeswehr 2012 für sich.

Zu den Aufgaben von Jugendoffizieren, unter ihnen zunehmend Frauen, gehört es u. a., in Schulen über den Alltag in der Truppe zu erzählen, die Auslandseinsätze und, in dem Zusammenhang, „Sicherheitspolitische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“ zu erläutern. Den Schülern solle vermittelt werden, dass die Bundeswehr einen weltweiten Friedensauftrag im Sinne der Stabilisierung von Krisengebieten erfülle und somit humanitär wirke. Über die jeweiligen wahren Absichten werde freilich geschwiegen, konstatiert die GEW. Wenn die Bundeswehr jetzt in Mali mit im Einsatz ist, dann diene sie mittelbar auch den ökonomischen Interessen Frankreichs.

Dieser und andere Sachverhalte wie die komplexe politische, gesellschaftliche, ethnisch-soziale Lage in Mali müssten im Unterricht aufgezeigt werden. Schüler würden dann sehr schnell erkennen, dieses Land nicht auf ein „Problem des islamistischen Terrorismus“ reduzieren zu dürfen, und es würde deutlich werden, dass militärischer Einsatz, ergo Krieg, die vielschichtige Problematik nicht lösen kann, betonen die Gewerkschafter. Menschliches Leid werde durch Gegengewalt nicht verringert. Das generell zu erkennen, sei ein wesentliches Lernziel sozialkundlichen Unterrichts.

Aufgabe von Schule ist es vorrangig, im Sinne humanistischer Werte und aufgeklärten Denkens miterziehend zu wirken, schreibt die GEW. Somit sollen Schüler zu demokratischem Handeln, Kritikfähigkeit, Gewaltfreiheit und Toleranz befähigt werden. Aufgabe einer regulären Armee hingegen ist es, im offiziellen Auftrag ihrer jeweiligen Regierung in letzter Konsequenz zu töten. Dies seien zwei diametral entgegengesetzte Aufträge. So hat nach Auffassung der GEW die Bundeswehr an Schulen nichts zu suchen.

Quelle: Pressmitteilung des Kreisverbands Weißenburg-Gunzenhausen der GEW vom 10.04.13

 

Linksjugend kritisiert Stadtratsbeschluss

Posted in PRESSE with tags , on April 17, 2013 by solidweissenburg

Weißenburg – auf seiner letzten Sitzung beschäftigte sich die sozialistische Jugend ein weiteres mal mit dem Thema legaler Graffiti-Flächen in Weißenburg.

Mit bedauern nahmen sie dabei die Entscheidung des 20080407114604solid4Weißenburger Stadtrates zur Kenntnis, keinen, wie von Heinz Gruber (DIE LINKE) geforderten, Graffiti-Wettbewerb zur Bereicherung der lokalen Kulturlandschaft zuzulassen.

Zahlreiche Projekte in anderen Städten haben gezeigt, dass legale Möglichkeiten für Sprayer_innen, wild angebrachte Graffiti erheblich reduzieren“ so Victor Rother, Sprecher der Weißenburger Gruppe. Die Verantwortlichen weigerten sich schlicht und ergreifend, neue Wege zu gehen und dabei vor allem junge Weißenburger mit innovativen Projekten zu begeistern, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Linksjugend kündigte an, dass Thema weiter im Blick zu haben.

Mahnwache wider das Vergessen zum 2. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima

Posted in AKTUELLES, PRESSE, TERMINE with tags , , on März 9, 2013 by solidweissenburg
fs

 

Wir sind bestürzt über die jüngsten Ereignisse in Japan. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und beim gesamten japanischen Volk. Nach diesem Tag ist nichts mehr, wie es vorher war. Wir müssen jetzt weltweit umdenken. Die japanischen AKW galten als die Sichersten. Es ist spätestens jetzt klar, dass die Atomkraft nicht beherrschbar ist. Lasst uns gemeinsam für einen schnellen Atomausstieg kämpfen. Eine Möglichkeit ist Eure Teilnahme an der Mahnwache in Weißenburg am 12.03.2011 um 18:00 Uhr.“

Mit dieser kurzen Einladung begann vor genau zwei Jahren in Weißenburg das Jahr der Demonstrationen, wie es das Weißenburger Tagblatt in seinem Jahresrückblick 2011 resümierte. Mahnwache für Mahnwache kamen immer mehr Menschen aus Bestürzung, Wut und Solidarität, aber auch mit der Hoffnung den Atomausstieg in Deutschland durchzusezen auf den zentralen Platz von Weißenburg.

Zum 2. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima ruft nun erneut das Bündnis für Energiewende bestehend aus Bündnis 90/Die Grünen Weißenburg, DIE LINKE Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach, DGB Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen, Evang.-Luth. Kirchengemeinde Weißenburg St. Andreas, Evang.-Methodistischen Kirchengemeinde, Freundeskreis Jugendzentrum e.V., Katholischen Pfarrgemeinde St. Willibald, ÖDP Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen, [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg und dem SPD Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen, am kommenden Montag, den 11. März um 18 Uhr, zu einer einmaligen Mahnwache vor dem Gotische Rathaus in Weißenburg auf.

Die Bevölkerung wird gebeten zahlreich zu erscheinen um der Politik sowie der Öffentlichkeit zu zeigen, dass die Ereignisse von Fukushima nicht vergessen sind und ein schneller Atomausstieg in Deutschland notwendig ist, um eine ähnliche Katastrophe direkt vor unserer Haustür unmöglich zu machen.

30 Stunden sind genug

Posted in PRESSE with tags , on März 5, 2013 by solidweissenburg

rf

Auf ihrer letzten Sitzung befasste sich [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg mit dem Offenen Brief* der „Arbeitgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ an die Vorstände der Gewerkschaften, Parteien, Sozial- und Umweltverbände und Kirchenleitungen in Deutschland. Darin fordern die UnterzeichnerInnen eine gesellschaftliche Debatte zur Einführung einer 30-Stunden-Woche. Dazu erklärt Victor Rother, Sprecher der Linksjugend in Weißenburg:

„Arbeitszeitverkürzung ist das Gebot der Stunde. Faktisch ist die europäische Wirtschaft immer weniger auf die Ware Arbeitskraft angewiesen. Die Folgen hiervon sind aktuell vor allem in Südeuropa zu sehen. Dort herrscht zum Teil eine Jugendarbeitslosigkeit von bis zu 50%. Schon im Zuge der Krisenproteste 2011 forderten gerade junge Menschen in Spanien eine radikale Arbeitszeitverkürzung um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Europäische Arbeitsplätze wandern nach Deutschland, da hier, wegen prekärer Beschäftigung und neoliberalem Kahlschlag, die Lohnstückkosten immer weiter gedrückt werden. Doch selbst hier ist Arbeitslosigkeit seit Jahren ein gravierendes Problem. Die logische Antwort hierfür ist: Die vorhandene Arbeit muss anders verteilt werden.

Das Konzept, das Arbeitszeitsenkung und Lohnsteigerung mit Produktivitätszuwachs koppelt, scheint uns geeignet, um das ambitionierte Vorhaben umzusetzen. Ein solches Konzept ist nicht „utopisch“, sondern jederzeit umsetzbar. Insgesamt sehen wir in einer Arbeitszeitverkürzung drei positive Aspekte: Arbeitskraft würde verknappt werden und folglich Unternehmen gezwungen, höhere Löhne zu zahlen und mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. Zudem wäre dies auch aus einem Gleichstellungsaspekt zu begrüßen. Zuletzt bliebe den Beschäftigten mehr Freizeit.

Nun sind Gewerkschaften gefragt, um erstens eine breite Debatte in den Belegschaften anzustoßen und um zweitens Möglichkeiten zu erwägen, wie einer Arbeitszeitverdichtung bei Arbeitszeitsenkung entgegengewirkt werden kann.“

*http://www2.alternative-wirtschaftspolitik.de/uploads/m0413b.pdf

Weißenburg und der Weltfrauentag

Posted in AKTUELLES, PRESSE with tags , , , on Februar 13, 2013 by solidweissenburg

Leserbrief an das Weißenburger Tagblatt

Es ist schon wieder beinahe ein Jahr vergangen seit dem letzten Weltfrauentag. Getan hat sich leider wenig. Auch in Weißenburg findet Frau derzeit die, im schicken neuen Altmühlfranken-Design, ausliegenden Flyer mit allerhand Veranstaltungen zum Weltfrauentag. Cool, dachte ich mir als ich diese Flyer sah.

Ach ja, wie soll ich es formulieren, diese Veranstaltungsreihe, ist, diplomatisch ausgedrückt, wohl beinahe eine Themaverfehlung.

„Starke Frau, schwache Blase“, „Telefonaktion zum Wiedereinstieg in den Beruf“ (nett gedacht aber am Telefon, geht es noch unpersönlicher?!), und allerhand Lesungen die auch nicht immer einen direkten Bezug zum eigentlichen Thema erkennen lassen.

Gerade zur aktuell stattfindenden Sexismus-Debatte würden sich mannigfaltige, thematisch passendere Veranstaltungsmöglichkeiten anbieten.

Eine Podiumsdiskussion, ein Vortrag über die Rechte der Frauen in Bezug auf Diskriminierung am Arbeitsplatz, eine Vorstellung der Arbeit der

Gleichstellungsbeauftragten (ja, die gibt es in Weißenburg) um nur spontan einige Ideen zu äußern. Denn diese Diskussion ist nicht nur schon längst überfällig, sondern gerade im immernoch patriarchalisch anmutenden Bayern notwendig! Schade, dass die Stadt beziehungsweise „Altmühlfranken“ scheinbar andere Themen als wichtiger erachtet, um sich zu profilieren. Ein junges, gleichberechtigtes Image kann doch einem Landkreis der gerade dabei ist sich neu zu präsentieren, nur zu Gute kommen.

Und, last but not least: sich mit einem schönen, feministischem Zitat auf der Rückseite eines Flyers zu schmücken reicht eben nicht aus.

Gerade wer Simone de Beauvoir zitiert sollte seinen, beziehungsweise ihren Worten auch Taten folgen lassen!wf

„Frauen die nicht fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.“ Simone de Beauvoir