Archive for the NACHBERICHTE Category

Erdogan-Gegner demonstrierten auf dem Marktplatz

Posted in AKTUELLES, NACHBERICHTE, PRESSE with tags , , on Juni 14, 2013 by solidweissenburg

türkei_kundgebungPRESSEMITTEILUNG

Weißenburg- die aktuellen Ereignisse in der Türkei waren Anlass für eine Solidaritätskundgebung auf dem Weißenburger Marktplatz, zu der die sozialistische Jugend aufgerufen hatte. Bei den dortigen Aufständen wurden bisher mehrere Menschen getöten und mehr als 5000 verletzt. Das gewaltsame Vorgehen der Polizeikräfte gegen Demonstranten, in Istanbul und anderen türkischen Städten, löste auch international scharfe Kritik aus.

Die rund 60 Demonstrant_innen in Weißenburg forderten ein sofortiges Ende der Polizeigewalt, die Wahrung von demokratischen Grundrechten und einen Rücktritt des autoritär regierenden Regierungschefs Erdogan und seiner AKP-Regierung. „Die Menschen wollen sich nicht länger bevormunden lassen. Sie wollen sich nicht länger vorschreiben lassen, wie sie zu leben haben. Sie wollen Demonstrations- und Meinungsfreiheit. Sie wollen Medien, die unabhängige und objektive Berichterstattung betreiben und eine Regierung, die nicht länger selbstgerecht Großprojekte über ihre Köpfe hinweg entscheidet.“ so Victor Rother, Sprecher der Weißenburger Linksjugend.

Erkan Dinar, Kreisvorsitzender der LINKEN, ist nach Istanbul gereist um sich den Protesten anzuschließen. Vor Ort wurde ein von ihm verfasster Augenzeugenbericht verlesen, in dem er unter anderem schreibt: „Die Menschen hier wissen ganz genau um was sie kämpfen. Niemand ist hier ein Marodeur oder Plünderer und doch tragen wir hier voller Stolz diese Bezeichnung. Unterstützt uns in diesem Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit. Die Türkei ist ein wundervolles Land, aber aktuell regiert von einem Despoten. Bereichert hat er sich, seine Familie und seine Amigopartei“.

Einen weiteren Redebeitrag hielt Zeki Özcan von DIDIF – Föderation Demokratischer Arbeitervereine: „Der Staatsterror, mit dem die AKP-Regierung jeder gesellschaftlichen Opposition begegnet, wird die Wut vergrößern. Und irgendwann wird sie nicht mehr mit mehr Terror zu unterbinden sein. Und das ist das Dilemma Erdogans: Daß er dann seinen Platz in den Gesichtsbüchern neben den früheren Sultanen findet, wird nur eine Frage der Zeit sein“.

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Sektempfang zum Tag der Befreiung vom Faschismus

Posted in ANTIFA, NACHBERICHTE with tags , on Mai 13, 2013 by solidweissenburg
smai8. Mai 1945: Befreiung – was sonst!

Vor 68 Jahren erlebte die Menschheit am 8. Mai 1945 die endgültige militärische Zerschlagung des deutschen Faschismus. Dieses Datum markiert den Sieg über das menschenverachtende Regimes des Hitler-Faschismus. Die faschistischen Weltherrschaftspläne wurden durch das gemeinsame Handeln der Antihitlerkoalition gestoppt.

Es waren die Angehörigen der Streitkräfte der Alliierten, vor allem die Angehörigen der sowjetischen Armee, die die Hauptlast des Krieges trugen und diese Bedrohung auch militärisch zerschlugen.

Es waren die Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen, aller vom deutschen Faschismus okkupierten Länder, die ihr Leben einsetzten für die Freiheit.

Teil dieser Antihitlerkoalition waren auch deutsche Antifaschist*innen, die illegal in Deutschland, in den Reihen der Partisan*innen oder gemeinsam mit den alliierten Streitkräften für die Befreiung ihres eigenen Landes kämpften.

Der 8. Mai 1945 ist damit der Tag der Befreiung für alle vom deutschen Faschismus bedrohten. Für die Inhaftierten der faschistischen Konzentrationslager, die noch in der Agonie des NS-Regimes auf Todesmarsch geschickt worden waren. Für die Zwangsarbeiter*innen, die in verschiedenen Formen Sklavenarbeit für die deutsche Industrie, die Landwirtschaft und Kriegspolitik leisten mussten und für die Nazigegner*innen in Deutschland selbst.

NIE WIEDER KRIEG! NIE WIEDER FASCHISMUS!

Wir erinnern anlässlich dieses Jahrestages auch daran: Der 8. Mai 1945 markiert den Beginn einer neuen Politik in den internationalen Beziehungen. Die Gemeinsamkeit des Handelns aller Nazigegner*innen schuf die Grundlage für die Gründung der Vereinten Nationen und die Fixierung von Grundlagen des Völkerrechts, die die Basis für die Verfolgung und Verurteilung der Hauptkriegsverbrecher im Nürnberger Tribunal darstellten. Die gemeinsame Losung aller Antifaschist*innen hieß damals „Nie wieder!“

Gemeinsam mit den Angehörigen heutiger Generationen handeln wir gegen  Rassismus, Antiziganismus und Antisemitismus. Gegen Krieg und Neofaschismus sowie deren gesellschaftliche Wurzeln.

Ausgehend von der Gemeinsamkeit im Handeln gegen die faschistische Barbarei treten wir heute ein für Frieden, für politische und soziale Menschenrechte und für Demokratie. So schaffen wir eine neue Welt des Friedens und der Freiheit!

Krieg beginnt hier – Flashmob in Ansbach

Posted in AKTUELLES, NACHBERICHTE with tags , , , on September 3, 2012 by solidweissenburg

Am Samstag, den 1.9.12 wurde in Ansbach ein Flashmob/Straßentheater zum Thema „Krieg beginnt hier“ veranstaltet. Dabei stürmten 7 vermummte und mit Pappgewehren bewaffnete Aktivist_innen auf dem zentralen Martin-Luther-Platz aufeinander zu. Gleichzeitig wurden mit einer batteriebetriebenen Anlage Schuss- und Bombengeräusche abgespielt und Flyer zum Thema Antimilitarismus verteilt. Die Aktion endete mit einem Die-In der „Soldat_innen“ und verschiedenen vorher bereits aufgenommenen Statements zum Thema „Krieg beginnt hier“ über die Anlage.

Die Statements bezogen sich, auch aus aktuellem Anlass bezüglich Einsätzen im Inland, auf die Bundeswehr. Sie bezogen sich aber auch zu einem großen Teil auf die US-Army, da Ansbach sehr direkt mit der amerikanischen Kriegsführung verknüpft ist.

In Katterbach (gehört zur Stadt Ansbach) wird das Urlas-Gelände, einst ein Naturschutzgebiet von 150 Hektar, zur größten europäischen Hubschrauberbasis umgebaut. Von dort fliegen Hubschrauber in die Kriege dieser Welt. Soldaten werden zu Mördern ausgebildet, um dann im Irak oder Afghanistan Menschen umzubringen. Aus Katterbach und Illesheim waren insgesamt 2400 Soldaten in Afghanistan stationiert. In Katterbach stehen 112 Kampfhubschrauber, davon waren 110 in Afghanistan, um die dortigen Truppen beim morden zu unterstützen. Unzählige Waffen sind in Katterbach gelagert.

Ansbach als Kommune unterstützt den Krieg, indem für die Kaserne Straßenumbau und andere Maßnahmen finanziert werden. Die gesamte Aktion wurde von der „Fränkischen Landeszeitung“ begleitet.

Die Aktionsgruppe setzt sich aus mehreren Aktivist_innen aus dem antimilitaristischen Spektrum zusammen.

Linksjugend [’solid] Ansbach: http://solidan.blogsport.de/

Rote Nelken zum 70. Todestag von Erwin Schulhoff

Posted in AKTUELLES, NACHBERICHTE, PRESSE with tags , , on August 23, 2012 by solidweissenburg

Weißenburg – Am vergangenen Samstag hat die sozialistische Jugend Weißenburg und DIE LINKE dem auf der Weißenburger Wülzburg verstorbenen tschechischen Komponisten und Pianisten Erwin Schulhoff gedacht. 

Der Frühbegabte Schulhoff lebte bis zum Jahr 1924 in Deutschland und interessierte sich für alle radikalen Richtungen der Avantgarde, für Dadaismus und Jazz, wurde aber auch von Impressionismus, Expressionismus und Neoklassizismus beeinflusst. 

In den 1930er Jahren wandte er sich dem „Sozialistischen Realismus“ zu, wollte für die kommunistische Weltrevolution kämpfen und mit seiner Familie in die Sowjetunion übersiedeln. Unter anderem vertonte er 1932 das Manifest der Kommunistischen Partei. Schulhof schrieb Kampflieder und widmete Kompositionen spanischen Freiheitskämpfern. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung und seiner Hinwendung zum Kommunismus konnte er nach 1933 seine Karriere im faschistischen Deutschland nicht fortsetzen. Seine Werke wurden als entartete Musik gelistet und die für Berlin geplante Erstaufführung seiner Oper „Flammen“ verhindert. Die Aufführung seiner Werke in Deutschland wurden gänzlich verboten. Nach 1939 konnte er in Ostrau, im heutigen Tschechien, nur unter einem Pseudonym als Jazz-Pianist überleben. 

Im Mai 1941 erhielt er die sowjetische Staatsbürgerschaft. Kurz darauf überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Am 23. Juni wurde er in Prag interniert und in das Internierungslager auf der Wülzburg deportiert. Dort starb er am 18. August 1942 an den Folgen von Unterernährung und Tuberkulose. Begrabenen wurde er auf dem Russischen Friedhof in Weißenburg. 

Mit ihm verlor man einen der facettenreichsten Persönlichkeiten der Musikwelt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ so die sozialistische Jugend. In ihrer Pressemitteilung begrüßt die Organisation zudem, dass Kammerkonzert anlässlich seines 70. Todestages. Dieses findet am 22.09.12 im Wildbadsaal statt.

Ein Video zum Gedenken findet sich HIER

 

Links kämpfen, Links campen!

Posted in NACHBERICHTE with tags on August 18, 2012 by solidweissenburg

Ein kleiner Nachbericht des Sommercamps der Linksjugend [’solid] in Kratzeburg

Für 8 Tage war auf einer Wiese in der nähe des Mecklenburgischen Dörfchens Kratzeburg Feriensozialismus angesagt. Die Linksjugend [’solid] veranstaltete hier ihr jährliche Sommercamp. Zwischen 150 und 200 Genoss*Innen verbrachten hier ihre Freizeit, diskutieren, besuchten Workshops, lernen neue Leute kennen, feierten oder lagen auch einfach mal faul in der Sonne. Bei etwa 50 verschiedenen Workshops konnten sich die Campteilnehmer*Innen weiterbilden. Der Schwerpunkt dabei lag in diesem Jahr ganz allgemein auf dem Thema Feminismus. Einzig kritikwürdig hierbei war, dass alle Workshopthemen an sich doch sehr spezifisch waren, und es keine kleine Einführungen in Thematiken wie „Was ist Feminismus“ oder „Queertheorie“ gab. Zusätzlich gab es noch eine Block Workshops zu politischen Themen im allgemeinen, also von Antifa bis zum Umgang mit linker Geschichte, und eine Block zum Thema Skill, etwa Transpis malen, Aktionskletter etc.

Auch für ein ausführliches Kulturprogramm war gesorgt: Jeden Abend gab es im Gitarren- und im Technozelt Musik auf die Ohren, im Kinozelt waren ausgesuchte Filme zu sehen und zusätzlich

noch jeden Abend etwas besonderes, wie die Nerdnight oder die Nachtralley, bei der die Teams mit Bayerischer Beteiligung allerdings eher mäßig abschnitten. Interessant war auch der Besuch des Parteivorsitzenden der Linken, Bernd Riexinger, der Donnerstags Abends nach einem kurzen Inputreferat mit uns diskutierte.

Ganz fettes Lob hat die Vokü-Crew verdient, die es vollbracht hat drei mal täglich leckerstes veganes Essen zu servieren. Ingesamt 14 in unserem Landesverband aktive Genoss*Innen waren

schließlich anwesend. Insgesamt kann gesagt werden, dass wir auf dem Sommercamp weitere Kontakte im Bundesverband geschlossen haben, so hat uns der Landesverband Hessen zur „Auszeit“ im Oktober eingeladen und der Landesverband wurde positiv, als ein Landesverband der nicht nur langweile Satzungsdebatten führt, sondern sich auch inhaltlich ins Verbandsgeschehen einbringen kann dargestellt.

Allerdings gibt es am diesjährigen Sommercamp auch einige Dinge die kritisiert werden müssen: Zum einen wahren auch ungebeten Gäste und Form von abertausenden Mücken anwesend, deren Stiche allen anwesenden Genoss*Innen juckende Souvenirs einbrachten, zum anderen erinnnerte die Mateversorgung an sozialistische Mangelwirtschaft, was aber eher an der abgelegenen Lage, als an mangelnder Organisation lag. Zuletzt aber auch Kritik, die es auch verdient hat, als solche bezeichnet zu werden: Der Ort, nämlich mitten in Mecklenburg-Vorpommern lädt nicht unbedingt zur Anreise der südlichen Landesverbände ein. Der LSPR wird diese Kritik auch noch einmal an die Bundesebene herantragen, um zu kommunizieren, ob es nicht möglich wäre für das nächste Jahr einen Ort zu finden in dem eine Anreise vielleicht nur sechs und keine zwölf Stunden mehr dauert.

Alles in allem war es allerdings eine wunderschöne, interessante Woche, wir empfehlen allen Genoss*Innen auch zumindest einmal ein Sommercamp zu besuchen und hoffen dorthin nächstes Jahr vielleicht mit noch mehr Menschen fahren zu können.

Euskal Herria – Für ein unabhängiges und sozialistisches Baskenland

Posted in AKTUELLES, NACHBERICHTE with tags on Juli 2, 2012 by solidweissenburg

Als einer von vier Delegationsmitglieder von „Euskal Herriaren Lagunak – Freundinnen und Freunde des Baskenlandes in Deutschland“ nahm unser solid-Genosse, Erkan Dinar, an einer politischen Reise ins Baskenland teil. Der Freundeskreis gehört zu einem europaweiten Zusammenschluss verschiedener Einzelpersonen, die die Forderung nach einem demokratischen Konfliktlösungsprozess in Euskal Herria, dem Baskenland, unterstützen. Dem letzten bewaffneten Dauerkonflikt in Europa.

Dazu trafen sich nun Delegationsgruppen aus Italien, England, Frankreich, Spanien, Deutschland, Irland, Dänemark, Italien und der Schweiz im baskischen Arrasate (span. Mondragon) und Donostia (span. San Sebastian) um direkt vor Ort die aktuelle Situation zu beobachten und die Lösungsansätze der baskischen abertzalen (patriotischen) Linken im spanisch-französisch-baskischen Konflikt kennenzulernen. Dinar nahm dabei u.a. in den beiden Städten an Protestaktionen für die baskischen politischen Gefangenen und Flüchtlinge teil.


Demonstration in Donostia für einen Friedens- und Demokratisierungsprozess im Baskenland und die Freilassung der politischen Gefangenen

In der Kulturhauptstadt Europas 2016, Donostia, mit 186 000 Einwohner wurde Dinar zu Gesprächen zur Regional- und Kommunalpolitik im Rathaus empfangen. Dort stellt die Linke bereits die Mehrheitsfraktion im Stadtrat und den 1. Bürgermeister.

Erkan Dinar (fünfte Person von rechts) im Rathaus von Donostia. Die Kommune wehrt sich gegen Kürzungspläne aus Madrid im Auftrag der Troika

Weitere Treffen und Gespräche gab es mit Vertretern der politischen Linken über die Entscheidung der klandestinen ETA den Kampf einzustellen. Der parteipolitischen Linken sei es dadurch ermöglicht worden die Forderung nach Unabhängigkeit und Sozialismus mit friedlichen Mitteln im Rahmen der parlamentarischen Demokratie aufzunehmen. Die historischen Erfahrungen aus Südafrika und Nordirland zur Beilegung jahrzehntelanger Konflikte seien für die Linken im Baskenland von enormer Bedeutung. Deswegen bestehe auch ein reger Austausch mit wichtigen Protagonisten aus diesen beiden Ländern. Zu den Wahlen der Autonomieregion im nächsten Jahr werde man mit einem linksradikalen Programm antreten um die absolute Mehrheit zu holen. Eine Koalitionsregierung sei man nicht bereit einzugehen. Nach den Ergebnissen bei den Kommunalwahlen im letzten Jahr sei dieses Ziel auch in greifbare Nähe gerückt.

Einen sehr großen Rahmen nahm das Zusammentreffen mit Vertretern des Kollektivs der baskischen politischen Gefangenen (EPPK) und der Angehörigen- und Solidaritätsorganisation für die baskischen politischen Gefangenen „Herrira“ (Nach Hause) ein. Die Entscheidung der ETA die politische Linke mit der Ausrufung eines unbefristeten Waffenstillstands, bei der Suche nach einer Lösung des Dauerkonflikts, zu unterstützen habe zehn Monate gedauert, weil man alle Gefangenen im Diskussionsprozess einbinden wollte. So könne auch ein Friedensplan nur mit einer Amnestievereinbarung zur Freilassung der baskischen politischen Gefangenen möglich sein.

Die Angehörigen- und Solidaritätsorganisation Herrira fordert vor allem, eine Verlegung aller über 700 baskischen Gefangenen in das Baskenland, da diese über 1000 Kilometer entfernt von zuhause in Spanien und Frankreich inhaftiert sind. Außerdem fordere man die sofortige Freilassung der schwer kranken Gefangenen, die Einstellung jeglicher Schikanen gegen Angehörige und Freunde der baskischen Gefangenen und eine Abschaffung der Sondergesetze gegen die baskischen Gefangenen, wonach Eingeknastete, die eigentlich nach dem Gesetz in Spanien wie in Frankreich für den Freigang vorgesehen wären, zusätzlich für weitere Jahre in Haft gelassen werden können.

Und auch die Finanzkrise war ein Thema bei einem weiteren Treffen des hiesigen ehrenamtlichen DGB-Funktionärs Erkan Dinar mit Vertretern der baskischen Gewerkschaft LAB. Das einst hoch industrialisierte Baskenland habe wie die übrigen 16 Autonomieregionen auch in Spanien, mit dem Verlust von Arbeitsplätzen zu kämpfen. Es sei deshalb eine wichtige Aufgabe der Gewerkschaften den Kampf um die soziale Frage weiterhin im breiten internationalen Schulterschluss mit den Arbeiterinnen und Arbeitern sowie Rentnerinnen und Rentnern europa- und weltweit zu organisieren. Seinen Anteil am Friedens- und Demokratieprozess im Baskenland sei man ebenfalls bereit einzubringen. Der spanische und französische Staat müsse nun endlich reagieren und diese einmalige Chance zur Erreichung von Frieden am Schopfe packen. Die Bevölkerung wolle ein Ende der jahrzehntelangen Diskriminierung und Repression der abertzalen Linken im Baskenland und begrüße sehr die internationalen Bemühungen einen Friedens- und Demokratieprozess zu unterstützen.

Erkan Dinar dazu: „Nun sind Frankreich und Spanien gefragt. Ihr Vorgehen wichtige Persönlichkeiten der baskischen Gesellschaft wegen Ihren politischen Positionen für Jahre in Gesinnungshaft zu stecken muss endlich aufhören. Die politische Linke hat sich klar von Gewalt distanziert und wurde bei den Kommunalwahlen zur stärksten politischen Kraft. Die ETA hat eine unbefristete Waffenruhe ohne Vorbedingungen erklärt und ist zu Gespräche zur endgültigen Beendigung des Konflikts bereit. Was jetzt noch fehlt ist der politische Wille der spanischen und französischen Regierungen. Keine Sache der Unmöglichkeit, sondern der politischen Vernunft.“

Zur weiteren Unterstützung des Friedens- und Demokratieprozesses aus Deutschland sagte Erkan Dinar seine volle Unterstützung zu. Ihm Rahmen einer dreitägigen Bundestagsfahrt der Linksfraktion ab Mittwoch, den 27. Juni, ist er dazu in Berlin um mit den eigenen Parteigenossen über Möglichkeiten der Unterstützung von Deutschland aus zu werben.

Zum zweitägigen Programm im Baskenland ist nun auch ein Video erstellt worden.

Nachbericht: Das Feiertagsgesetz Schachmatt gesetzt!

Posted in NACHBERICHTE with tags , , , on April 26, 2012 by solidweissenburg

Am Karfreitag trafen sich über 20 SchachspielerInnen vor der Weißenburger St. Andreaskirche um eine gepflegte Partie, zeitweise waren es bis zu sieben parallel, zu spielen. Aufgerufen hatte dazu [`solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg, der Kreisverband der Partei DIE LINKE Weißenburg – Gunzenhausen/Ansbach, Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA) sowie der Deutsche Freidenker Verband.

Der Auslöser zum Protest war die Verkürzung der Mittelfränkischen Schachmeisterschaften in Weißenburg auf Intervention der beiden großen christlichen Kirchen. Diese werden traditionell, seit dem Jahr 1951, bis zum Ostersamstag ausgetragen. Durch das Veto der christlichen Kirchen, die sich auf das überflüssige Feiertagsgesetz beruften, konnte in Weißenburg jedoch nur bis Gründonnerstag gespielt werden. Überregional wurde über diesen Affront der Kirchen und über unsere Protestkundgebung, in Form eines öffentlichen Schachspieles, berichtet.

Kritisiert wurde von uns auch das Verhalten des sozialdemokratischen Oberbürgermeisters, dieser überließ den Kirchen die Entscheidung, ob die Schachmeisterschaften infolge des Feiertagsgesetzes einzuschränken seien.

Mit unserer Protestakion wollten wir politisieren, das kirchliche Schachspiel-Verbot am Karfreitag und das Feiertagsgesetz an sich kritisieren und unsere Ablehnung zum Ausdruck bringen. Wir haben bewiesen, dass Gottesdienst sowie Schach problemlos und ungestört am gleichen Tag nebeneinander stattfinden konnten. Mit unserer Aktion kritisierten wir nicht den Glauben als solchen, dieser gehört ins Private, sondern die Einmischung der Kirchen in das öffentliche Leben.

Wir stehen für eine klare und unverrückbare Trennung von Staat und Kirche und fordern die Abschaffung des Feiertagsgesetzes!

Link zum Artikel: „Schachern um die Karfreitagsruhe“

Link zum Artikel: „Das Turnier hat begonnen – der Protest geht weiter“

Link zum Artikel: „Wohin geht die Reise?“

Link zum Artikel: „Schachmatt am Karfreitag“

Link zum Artikel: „Im Kampf gegen das Vergnügen“

Link zum Artikel: „Krach um Schach am Karfreitag“

Link zum Artikel: „Gott sei Dank! Kirche trocknet Sündenpfuhl aus“

Link zum Artikel: „Schach dem Karfreitag“

Link zum Artikel: „Was fehlt…“

Link zum Artikel: „Schach statt beten“

Link zum Artikel: „In Weißenburg darf am Karfreitag kein Schach gespielt werden“

Link zum Artikel: „Zug um Zug ins Abseits“