Archive for the NACHBERICHTE Category

Großdemonstration zum BAMF mit 2000 Demonstrant*Innen

Posted in AKTUELLES, NACHBERICHTE, Uncategorized on November 1, 2016 by solidweissenburg

14192520_1088803517854612_3207011678939385488_nAm Samstag, den 29.10 rief das Bündnis „Fluchtursachen bekämpfen“ zu einer Großdemo auf. Gemainsam liefen die 2000 Demonstrant*Innen (wir eingeschlossen) vom Jakobsplatz (Weißer Turm) zum BAMF. Bis auf eine Sache, bei der sich neben der Demo ein Nazi befand und provozierte, aber dann ziemlich schnell verdrängt wurde ;), verlief die Demo sehr friedlich und die 2000 Demonstrant*Innen konnten ungestört und lautstark gegen Krieg, Faschismus, Sexismus, Rassismus und Ausbeutung demonstrieren.

Wir müssen hier auch mal etwas gutes über die Polizei sagen: Bei der gestrigen Demo hat sich die Polizei sehr zurückgehalten und uns einfach unser Ding machen lassen und siehe da, es ist nichts passiert! 🙂

Im Großen und Ganzen war es eine sehr gute Demo, es tat auch mal wieder gut eine eigene Demo auf die Beine zu stellen und nicht immer nur auf Naziaufmärsche zu reagieren. Und außerdem haben wir den ganzen Faschist*Innen mal gezeigt, wessen Stadt das ist! Nach der Demo sollen laut „Augenzeugen“ ca. 60 Antifaschist*Innen eine kleine Sponti in der Ubahn abgehalten haben mit Sprüchen wie „A-Anti-Anticapitalista“ ;).

Vor und nach der Demo trafen sich verschiedene Solid Gruppen um sich ein bisschen besser kennenzuleren und einfach zu vernetzen. Es entstanden sehr interessante Diskussionen und man konnte sehr nette Leute kennenlernen, danke an die Gruppen:

Linksjugend ’solid Amberg; Linksjugend [’solid] Bamberg; linksjugend [’solid] basisgruppe münchen; [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg; Linksjugend ’solid Schwabach & Kreis Roth; Linksjugend. ’solid Forchheim. Falls wir jemanden vergessen haben, einfach kurz eine Nachricht senden.

Es war ein sehr gelungener Tag! #alerta

Kontaktaufnahme mit uns gerne über https://www.facebook.com/Solid.Weissenburg/

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Linksjugend zum Ausgang der Stadtratswahlen in Weißenburg

Posted in Kommunalwahl 2014, NACHBERICHTE, PRESSE with tags , on März 21, 2014 by solidweissenburg

pfeilIn einer Pressemitteilung zeigt sich die Weißenburger Linksjugend mit dem Ergebnis der Liste DIE LINKE/ Piraten bei den Weißenburger Stadtratswahlen zufrieden. „Mit Erkan Dinar haben die Weißenburger WählerInnen einen langjährigen Streiter für soziale Gerechtigkeit in den Stadtrat gewählt,“ so Linksjugend Solid Sprecher Victor Rother. Die parteinahe Jugendorganisation der LINKEN begrüßt zudem den Umstand, dass mit Erkan Dinar, zum erste Mal ein Kommunalpolitiker mit Migrationshintergrund im zukünftigen Weißenburger Stadrat vertreten sein wird und ihr Spitzenkandidat Victor Rother das zweitbeste Ergebnis auf der Liste für sich verbuchen konnte.

Nie mehr zurück zu Kohle und Atom!

Posted in NACHBERICHTE with tags , , on Februar 4, 2014 by solidweissenburg
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Anna Ulrich – Stadtratsliste DIE LINKE/ Piraten
Liste 7, Platz 23

An der vom Bündnis für Energiewende organisierten Kundgebung „Gegen die Sabotage der Energiewende – Nie mehr zurück zu Kohle und Atom – Für ein verlässliches EEG“ beteiligten sich über 100 TeilnehmerInnen. Die Demonstranten protestierten gegen Politik von Großer Koalition und bayerischer Landesregierung. Solid Weißenburg beteiligte sich als Bündnismitglied mit einem Redebeitrag.

Anna Ulrich für die sozialistische Jugend Weißenburg (es gilt das gesprochene Wort):

Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ *Albert Einstein

Auch wenn seine theoretischen Arbeiten – im Gegensatz zur verbreiteten Meinung – beim Bau der Atombombe und der Entwicklung der Kernenergie nur eine indirekte Rolle gespielt haben, hat dieses Zitat 60 Jahre nach seinem Tod nicht an Wahrheit verloren.

Auch im 21. Jahrhundert hat die Menschheit scheinbar wenig dazu gelernt. 2013 war das viert-wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Eine der unzähligen Naturkatastrophen war der Taifun auf den Philippinen, der über 5200 Menschen das Leben kostete. Dies veranlasste den Delegierten der Philippinen, bei den Verhandlungen um ein neues Klimaschutzabkommen, also dem Nachfolgeabkommen des Kyoto Protokolls, zu einem Hungerstreik.

Erfolglos. Auch im Jahr 2013 konnten sich die Mächtigen der Welt wieder nicht einigen.

Ein Mann aus dem Pazifik-Inselstaat Kiribati beantragte für sich und seine Familie in Neuseeland Asyl als weltweit erster Klimaflüchtling. Er scheiterte, die UN Konventionen für Flüchtlinge, erkennen (noch) keine Klimaflüchtlinge an. Auch die Europäische Union verabschiedet sich offenbar von ihren Klimazielen.

Die Mitgliedsländer sollen sich künftig nicht mehr verbindlich zu konkreten Zielen beim Ausbau erneuerbarer Energien verpflichten müssen. Man braucht sich wohl nicht wundern, wenn es schon in einem einzigen Land wie Deutschland nicht funktioniert. Die Zielvorgaben zum Ausbau von erneuerbaren Energien werden nach unten korrigiert, die Förderungen sollen gedrosselt werden und alles rentabler und bezahlbarer werden.

In der letzten Woche konnten wir viel in der Zeitung lesen, über die EEG Umlage, die Energiewende und Stromtrassen. Der Minister für Energie, Sigmar Gabriel, legte einen „Plan“ vor. Er präsentiert den Schuldigen an der Explosion des Strompreise: die Öko-Energien! Die Energiewende, für die wir alle schon nach der Katastrophe von Fukushima demonstriert haben, droht zu einem Desaster zu werden. Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn der Strom nur aus Windparks an der Nordsee gewonnen wird, weil am profitabelsten und dann quer doch ganz Deutschland mit 75m hohen Megastromtrassen transportiert werden muss! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn sich die mächtige Kohlelobby durchsetzt und die Kohlekraft noch weiter ausgebaut wird! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn schon hinter vorgehaltener Hand darüber diskutiert wird, ob nicht vielleicht doch die Atomkraftwerke ein paar Jährchen länger am Netz bleiben sollen! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn die Förderung und der Ausbau von erneuerbaren Energien gedrosselt werden soll!

Die Energiewende ist auch keine echte Energiewende, wenn die energieintensive Industrie – und anscheinend auch viele viele andere Unternehmen – von der EEG Umlage befreit werden, statt das Anreize geschaffen werden Energie einzusparen und ihnen dabei von staatlicher Seite geholfen wird.

Wir wollen weder an der Atomenergie, noch an der Kohlekraft festhalten!

Wir brauchen keine Landesregierung und keinen Ministerpräsidenten der zwar ein Fähnchen im Wind ist, aber dennoch den Ausbau der Windenergie ausbremst!

Was wir brauchen ist eine echte Energiewende!

Wir brauchen eine verlässliche Förderung für erneuerbare Energien!

Wir brauchen mehr Unterstützung für genossenschaftliche und kommunale Projekte!

Und wir brauchen vor allem eine dezentrale Energiewende, bei der wir nicht abhängig sind von Stromlieferungen aus dem Norden Deutschlands! Strom sollte dort gewonnen werden, wo er benötigt wird. Denn das ist möglich!

Die Berichte der letzten Wochen haben mich pessimistisch gestimmt, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Und wenn ich mich hier so umschaue, gibt es noch mehr Menschen, die noch Hoffnung haben.

Ich möchte nicht in 20 Jahren meiner Tochter erklären müssen, warum wir immer noch abhängig von Atom- und Kohlekraft sind und unseren Planeten verschmutzen, gefährden und langsam zu Grunde richten!

Lasst uns gemeinsam für unseren Planeten kämpfen, fangen wir mit der Energiewende an!

 

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2013 im Rückblick

Posted in NACHBERICHTE with tags on Januar 31, 2014 by solidweissenburg

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2013 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 3.600 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 60 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Ein anderes Bayern ist nötig!

Posted in NACHBERICHTE with tags , on August 22, 2013 by solidweissenburg

Mit einem Infostand und alkoholfreien Cocktails machte [’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg am vergangenen Dienstag auf sich aufmerksam. Die Aktion auf dem Weißenburger Marktplatz fand im Rahmen des Jugendwahlkampfes der bayerischen Linksjugend statt. Diese ist aktuell mit einem Infobus, vollgeladen mit Material gegen ein autoritäres und konservatives Bayern, quer durchs Land unterwegs. Unter dem Motto „Eine andere Welt ist machbar – ein anderes Bayern ist nötig!“ konnten Interessierte sich zu den Themengebieten Innere Sicherheit, Mitbestimmung, Drogenpolitik, Laizismus und Ökonomie informieren, mit den GenossInnen von Solid ins Gespräch kommen und dabei einen kühlen Cocktail genießen.

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Die bayerische Linksjugend traf sich bei schönstem Wetter in Langlau

Posted in NACHBERICHTE, PRESSE with tags , , on August 9, 2013 by solidweissenburg

solidlanglauMitglieder der sozialistischen Jugendorganisation, aus allen Teilen Bayerns, trafen sich zur Landesmitgliederversammlung auf dem Trainingsgeländes des THW in Langlau. Dort standen für die Genossinnen und Genossen neben vielen Diskussionen, Workshops, Nachwahlen für den Landessprecher_innenrat und Satzungsänderungen, vor allem die anstehende Landtagswahl im Mittelpunkt. Zudem gründeten sich zwei neue Landesarbeitskreise (LAKs), der LAK Shalom, der sich mit dem Thema Antisemitismus beschäftigt, und der LAK Antimilitarismus und Frieden.

„Ich freue mich sehr auf den kritischen Jugendwahlkampf diesen Sommer. Dabei wird der Fokus, auf Perspektiven jenseits bayerischen Konservativismus gelegt, als Gegenentwurf wollen wir ein freies, selbstbestimmtes Leben auch in Bayern, präsentieren“ so Kai Huber, 22 jähriger Landtagskandidat der LINKEN aus dem Allgäu und neuer Kassenprüfer der bayerischen Linksjugend.

Die Linksjugend [’solid] versteht sich als ein sozialistischer, antifaschistischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband. Er greift nach seiner Selbstdarstellung in die gesellschaftlichen Verhältnisse ein und ist Plattform für antikapitalistische und selbstbestimmte Politik. Im Landkreis existiert eine aktive Gruppe in Weißenburg. Die Linksjugend [’solid] ist der parteinahe Jugendverband der Partei DIE LINKE.

Ein Desaster für die NPD

Posted in AKTUELLES, ANTIFA, NACHBERICHTE with tags , , , on Juli 18, 2013 by solidweissenburg
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Der Straßenname war an diesem Tag Programm für die NPD

Die geplante Kundgebung der rassistischen NPD wurde in Weißenburg zum Desaster. Mehr als 400 GegendemonstrantInnen und zwei Blockaden, als ein Akt des zivilen Widerstands, machten es der NPD unmöglich ihre Kundgebung wie geplant auf dem Marktplatz abzuhalten.

Bereits am Mittag versuchten die Neonazis im Rahmen ihrer „Bayerntour“ eine erste Kundgebung in Rothenburg abzuhalten. Dort wurde sie von 300 AntifaschistInnen lautstark empfangen und durch eine Blockade gezwungen einen alternativen Kundgebungsort anzusteuern. Angeschlagen von den Protesten in Rothenburg machte sich der Tross, bestehend aus dem NPD-LKW mit Nazi-Propaganda-Schriftzügen und einem Sprinter als Begleitfahrzeug, auf den Weg nach Weißenburg. Von der Abfahrt aus Rothenburg wurden auch die Weißenburger NazigegnerInnen informiert und konnten so die Zeit nutzen, um weitere GegendemonstrantInnen zu mobilisieren.

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Die Zufahrt zum Marktplatz wurde von AntifaschistInnen blockiert

„Die Stadtmauer hat wieder einmal ihren Dienst getan“

Kurz vor 14.00 Uhr traf die NPD schließlich in Weißenburg ein und versuchte über das Spitaltor, ein Teil der historischen Stadmauer, auf den Marktplatz zu gelangen. AntifaschistInnen kamen daraufhin aus benachbarten Seitengassen und machten die Straße hinter dem Spitaltor durch eine Blockade dicht. Augenzeugenberichen zufolge verließen daraufhin einige Parteinazis der NPD ihre Fahrzeuge und schlugen mit Regenschirmen auf Blockierende ein, bis Polizeikräfte schließlich den Angriff der Neonazis beendeten. Weitere Menschen, die sich bei der nahegelegenen Gegenkundgebung versammelt hatten, schlossen sich der Blockade an. Viele beteiligten sich auch an der Sitzblockade. Der NPD-LKW hatte neben der Blockade ein weiteres Problem, er passte nicht durch das Spitaltor der Spitalkirche – „Die Stadtmauer hat wieder einmal ihren Dienst getan“ – auch ein Zurücksetzen war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. GegendemonstrantInnen hatten hinter dem LKW einen weiteren Blockadepunkt eröffnet. Von zwei Seiten und sogar von oben – die Glocken der Spitalkirche läuteten – wurden die FaschistInnen nun mit ohrenbetäubenden Protest eingedeckt. Um 14:40 Uhr begriffen schließlich auch die NPD-Funktionäre und ihr Anhang, dass es für sie kein Weiterkommen mehr gab und auch der Rückweg auf unbestimmte Zeit versperrt bleiben würde.

Es ist ein irres Gefühl hier zu stehen und Eure Energie zu spüren“

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Karl Richter und Sigrid Schüßler

So beschlossen die Nazis ihre Kundgebung gleich vor Ort und damit nicht einmal hundert Meter neben den lautstarken Protesten durchzuführen. An das aufgebaute Rednerpult trat schließlich Karl Richter, Leiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes der NPD-Landtagsfraktion im Sächsischen Landtag. Er ist außerdem für die Bürgerinitiative Ausländerstopp München (BIA) tätig und sitzt für diese NPD-Tarnliste auch im Stadtrat von München. Sein Redebeitrag ging aufgrund der Parolen und Pfiffe restlos unter. Als nächste wollte sich dieNPD-„Spitzenkandidatin“ Sigrid Schüßler ausbuhen und auspfeifen lassen. Sie ist Bundesvorsitzende der neonazistischen Organisation „Ring Nationaler Frauen“ und familienpolitische Sprecherin der Bayern-NPD. Redakteure des Weißenburger Tagblatts konnten zwei Äußerungen der Nazi-Funktionärin mitschreiben, die wir wiedergeben möchten: „Es ist ein irres Gefühl hier zu stehen und Eure Energie zu spüren“ – uns würde vielmehr nicht wundern, wenn sie auch die nächsten Tage noch ihr Trommelfell spüren sollte. Die in ihre Richtung ausgestreckten Mittelfinger kommentierte sie mit folgenden Worten: „Wisst ihr überhaupt, was das heißt? Das heißt Fick’ Dich! Ich ficke aber lieber mit Nazis!“ (Quelle: Artikel des WT)

„Lasst sie ruhig kommen! Wir sind vorbereitet!“

Nach den beiden blamablen Vorstellungen beendete die NPD ihre pseudo Kundgebung und rangierte den NPD-LKW rückwärts aus seiner verfahrenen Lage. Dabei wurde er noch zusätzlich durch die Blockade hinter ihm behindert, die in der Zeit von der Polizei gekesselt wurde. Mitarbeiter des Stadtbauamtes wurden herangezogen um im Weg stehende Bänke vorübergehend abzumontieren. Nach Abfahrt der Nazis in Richtung Lauf an der Pegnitz, dort sollte die letzte NPD-Kundgebung des Tages stattfinden, wurden die dortigen NazigegnerInnen informiert, um damit auch ihnen die Möglichkeit zu geben, letzte Vorbereitung zu treffen. Kommentar beim Telefonat mit einem der Protest-Organisatoren aus Lauf: „Lasst sie ruhig kommen! Wir sind vorbereitet!“. Und er behielt recht – dort übertönten 500 Menschen die NPD u.a. mit einer Sambagruppe.

Schöner leben ohne Nazis – Weißenburg wehrte sich!

Weißenburg hat ein weiteres Mal eindrucksvoll bewiesen, dass es klare Kante zeigt, wenn es darum geht, Nazis in die Schranken zu weisen und sich gegen deren faschistische Propaganda zur Wehr zu setzen. Ziviler Ungehorsam, gegen eine Nazipartei wie die NPD, ist nicht nur in einer Stadt wie Dresden möglich – wo die Menschen regelmäßig von Nazis heimgesucht werden. Auch in der vermeintlichen kleinstädtischen Idylle von Weißenburg heißt es WiderSetzen wenn Nazis sich versammeln wollen.