Nie mehr zurück zu Kohle und Atom!

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Anna Ulrich – Stadtratsliste DIE LINKE/ Piraten
Liste 7, Platz 23

An der vom Bündnis für Energiewende organisierten Kundgebung „Gegen die Sabotage der Energiewende – Nie mehr zurück zu Kohle und Atom – Für ein verlässliches EEG“ beteiligten sich über 100 TeilnehmerInnen. Die Demonstranten protestierten gegen Politik von Großer Koalition und bayerischer Landesregierung. Solid Weißenburg beteiligte sich als Bündnismitglied mit einem Redebeitrag.

Anna Ulrich für die sozialistische Jugend Weißenburg (es gilt das gesprochene Wort):

Zwei Dinge sind unendlich,das Universum und die menschliche Dummheit,aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ *Albert Einstein

Auch wenn seine theoretischen Arbeiten – im Gegensatz zur verbreiteten Meinung – beim Bau der Atombombe und der Entwicklung der Kernenergie nur eine indirekte Rolle gespielt haben, hat dieses Zitat 60 Jahre nach seinem Tod nicht an Wahrheit verloren.

Auch im 21. Jahrhundert hat die Menschheit scheinbar wenig dazu gelernt. 2013 war das viert-wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Eine der unzähligen Naturkatastrophen war der Taifun auf den Philippinen, der über 5200 Menschen das Leben kostete. Dies veranlasste den Delegierten der Philippinen, bei den Verhandlungen um ein neues Klimaschutzabkommen, also dem Nachfolgeabkommen des Kyoto Protokolls, zu einem Hungerstreik.

Erfolglos. Auch im Jahr 2013 konnten sich die Mächtigen der Welt wieder nicht einigen.

Ein Mann aus dem Pazifik-Inselstaat Kiribati beantragte für sich und seine Familie in Neuseeland Asyl als weltweit erster Klimaflüchtling. Er scheiterte, die UN Konventionen für Flüchtlinge, erkennen (noch) keine Klimaflüchtlinge an. Auch die Europäische Union verabschiedet sich offenbar von ihren Klimazielen.

Die Mitgliedsländer sollen sich künftig nicht mehr verbindlich zu konkreten Zielen beim Ausbau erneuerbarer Energien verpflichten müssen. Man braucht sich wohl nicht wundern, wenn es schon in einem einzigen Land wie Deutschland nicht funktioniert. Die Zielvorgaben zum Ausbau von erneuerbaren Energien werden nach unten korrigiert, die Förderungen sollen gedrosselt werden und alles rentabler und bezahlbarer werden.

In der letzten Woche konnten wir viel in der Zeitung lesen, über die EEG Umlage, die Energiewende und Stromtrassen. Der Minister für Energie, Sigmar Gabriel, legte einen „Plan“ vor. Er präsentiert den Schuldigen an der Explosion des Strompreise: die Öko-Energien! Die Energiewende, für die wir alle schon nach der Katastrophe von Fukushima demonstriert haben, droht zu einem Desaster zu werden. Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn der Strom nur aus Windparks an der Nordsee gewonnen wird, weil am profitabelsten und dann quer doch ganz Deutschland mit 75m hohen Megastromtrassen transportiert werden muss! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn sich die mächtige Kohlelobby durchsetzt und die Kohlekraft noch weiter ausgebaut wird! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn schon hinter vorgehaltener Hand darüber diskutiert wird, ob nicht vielleicht doch die Atomkraftwerke ein paar Jährchen länger am Netz bleiben sollen! Diese Energiewende ist keine echte Energiewende, wenn die Förderung und der Ausbau von erneuerbaren Energien gedrosselt werden soll!

Die Energiewende ist auch keine echte Energiewende, wenn die energieintensive Industrie – und anscheinend auch viele viele andere Unternehmen – von der EEG Umlage befreit werden, statt das Anreize geschaffen werden Energie einzusparen und ihnen dabei von staatlicher Seite geholfen wird.

Wir wollen weder an der Atomenergie, noch an der Kohlekraft festhalten!

Wir brauchen keine Landesregierung und keinen Ministerpräsidenten der zwar ein Fähnchen im Wind ist, aber dennoch den Ausbau der Windenergie ausbremst!

Was wir brauchen ist eine echte Energiewende!

Wir brauchen eine verlässliche Förderung für erneuerbare Energien!

Wir brauchen mehr Unterstützung für genossenschaftliche und kommunale Projekte!

Und wir brauchen vor allem eine dezentrale Energiewende, bei der wir nicht abhängig sind von Stromlieferungen aus dem Norden Deutschlands! Strom sollte dort gewonnen werden, wo er benötigt wird. Denn das ist möglich!

Die Berichte der letzten Wochen haben mich pessimistisch gestimmt, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Und wenn ich mich hier so umschaue, gibt es noch mehr Menschen, die noch Hoffnung haben.

Ich möchte nicht in 20 Jahren meiner Tochter erklären müssen, warum wir immer noch abhängig von Atom- und Kohlekraft sind und unseren Planeten verschmutzen, gefährden und langsam zu Grunde richten!

Lasst uns gemeinsam für unseren Planeten kämpfen, fangen wir mit der Energiewende an!

 

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