Links kämpfen, Links campen!

Ein kleiner Nachbericht des Sommercamps der Linksjugend [’solid] in Kratzeburg

Für 8 Tage war auf einer Wiese in der nähe des Mecklenburgischen Dörfchens Kratzeburg Feriensozialismus angesagt. Die Linksjugend [’solid] veranstaltete hier ihr jährliche Sommercamp. Zwischen 150 und 200 Genoss*Innen verbrachten hier ihre Freizeit, diskutieren, besuchten Workshops, lernen neue Leute kennen, feierten oder lagen auch einfach mal faul in der Sonne. Bei etwa 50 verschiedenen Workshops konnten sich die Campteilnehmer*Innen weiterbilden. Der Schwerpunkt dabei lag in diesem Jahr ganz allgemein auf dem Thema Feminismus. Einzig kritikwürdig hierbei war, dass alle Workshopthemen an sich doch sehr spezifisch waren, und es keine kleine Einführungen in Thematiken wie „Was ist Feminismus“ oder „Queertheorie“ gab. Zusätzlich gab es noch eine Block Workshops zu politischen Themen im allgemeinen, also von Antifa bis zum Umgang mit linker Geschichte, und eine Block zum Thema Skill, etwa Transpis malen, Aktionskletter etc.

Auch für ein ausführliches Kulturprogramm war gesorgt: Jeden Abend gab es im Gitarren- und im Technozelt Musik auf die Ohren, im Kinozelt waren ausgesuchte Filme zu sehen und zusätzlich

noch jeden Abend etwas besonderes, wie die Nerdnight oder die Nachtralley, bei der die Teams mit Bayerischer Beteiligung allerdings eher mäßig abschnitten. Interessant war auch der Besuch des Parteivorsitzenden der Linken, Bernd Riexinger, der Donnerstags Abends nach einem kurzen Inputreferat mit uns diskutierte.

Ganz fettes Lob hat die Vokü-Crew verdient, die es vollbracht hat drei mal täglich leckerstes veganes Essen zu servieren. Ingesamt 14 in unserem Landesverband aktive Genoss*Innen waren

schließlich anwesend. Insgesamt kann gesagt werden, dass wir auf dem Sommercamp weitere Kontakte im Bundesverband geschlossen haben, so hat uns der Landesverband Hessen zur „Auszeit“ im Oktober eingeladen und der Landesverband wurde positiv, als ein Landesverband der nicht nur langweile Satzungsdebatten führt, sondern sich auch inhaltlich ins Verbandsgeschehen einbringen kann dargestellt.

Allerdings gibt es am diesjährigen Sommercamp auch einige Dinge die kritisiert werden müssen: Zum einen wahren auch ungebeten Gäste und Form von abertausenden Mücken anwesend, deren Stiche allen anwesenden Genoss*Innen juckende Souvenirs einbrachten, zum anderen erinnnerte die Mateversorgung an sozialistische Mangelwirtschaft, was aber eher an der abgelegenen Lage, als an mangelnder Organisation lag. Zuletzt aber auch Kritik, die es auch verdient hat, als solche bezeichnet zu werden: Der Ort, nämlich mitten in Mecklenburg-Vorpommern lädt nicht unbedingt zur Anreise der südlichen Landesverbände ein. Der LSPR wird diese Kritik auch noch einmal an die Bundesebene herantragen, um zu kommunizieren, ob es nicht möglich wäre für das nächste Jahr einen Ort zu finden in dem eine Anreise vielleicht nur sechs und keine zwölf Stunden mehr dauert.

Alles in allem war es allerdings eine wunderschöne, interessante Woche, wir empfehlen allen Genoss*Innen auch zumindest einmal ein Sommercamp zu besuchen und hoffen dorthin nächstes Jahr vielleicht mit noch mehr Menschen fahren zu können.

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