101 Jahre Internationaler Frauenkampftag!

… auch heute gibt es noch soviel

wofür wir kämpfen müssen!

Der Internationale Frauentag am 8. März wurde in Deutschland erstmals von der Sozialistin Clara Zetkin ausgerufen. Im Laufe der letzten 101 Jahre hat sich vieles für Frauen verbessert, dennoch ist Feminismus längst nicht überflüssig geworden!

Gesetzlich ist die Gleichstellung der Geschlechter zwar schon seit 1948 im Grundgesetz verankert, doch immer wieder belegen zahlreiche Studien, dass die Realität (noch) anders aussieht. Trotz der Ergänzung des dritte Artikel des Grundgesetzes im Jahre 1994, um den Passus „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ gibt es auch heute keine faktische Gleichstellung von Frauen und Männern!

Schlechte Bezahlung, zu wenige Halbtagsjobs, kaum flexible Arbeitszeiten, und statt den notwendigen, und auch eigentlich bis 2013 geplanten Kinderbetreuungsplätzen gibt es jetzt die „Herd-Prämie“!

Frauen verdienen noch immer im Durchschnitt rund 23% schlechter, auch wenn sie den gleichen Job wie Männer machen! Auch sind sie in Führungspositionen, wie beispielsweise in Aufsichtsräten großer deutscher Firmen, deutlich unterrepräsentiert. Doch eine Frauenquote wird sogar von der zuständigen Ministerin, Kristina Schröder (CDU), als „unnötig“ abgelehnt, statt dessen beharrt sie weiterhin auf einer Selbstverpflichtung seitens der deutschen Wirtschaft. (Welche ja auch in den letzten 10 Jahren schon so gut funktioniert hat…)

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt in der Auswertung der Zahlen von 2010, dass der Anteil von Frauen in den Vorstandsetagen der 200 größten deutschen Firmen bei nur 2,5 Prozent gelegen habe.

Das ist nicht hinnehmbar!

Das Betreuungsgeld ist, nicht wie von Seiten der CSU/CDU propagiert, ein „Beitrag zur Wahlfreiheit von Müttern“ sondern ein systematischer Fehler! Wie kann es zur Wahlfreiheit beitragen, wenn es gerade einmal für jedes sechste Kind unter 3 Jahren in Deutschland einen externen Betreuungsplatz gibt?!

Mit der Alt-feministischen Forderung nach Anerkennung der Haus- und Erziehungsarbeit hat das nichts zu tun! Es scheint lediglich eine billigere Variante zum Ausbau der Betreuungsplätze und, soll wohl, dessen mangelhaftes Fortschreiten kaschieren!

Du musst schön, schlank und sexy sein!

Viel zu oft werden Frauen immer noch auf ihr äußeres reduziert. Egal ob Fernsehen, Internet oder Zeitschriften – alle vermitteln das Bild der „super heißen Sexbombe“ die Erfolg hat – weil sie so ist. Gleichzeitig wird ein gefährliches Schönheitsideal transportiert. (Junge) Frauen und Mädchen sind diesem Druck ausgesetzt, sie werden in der kapitalistischen Gesellschaft kontinuierlich und von allen Seiten mit einem Schönheitsideal zugemüllt, welches auf gesundem Wege kaum erreichbar ist. Immer mehr junge Frauen erkranken an Essstörungen, aktuelle Studien belegen, dass zwischen 10% und 15% Prozent aller Frauen an Essstörungen leiden. Da will sich frau gar nicht fragen wie hoch die Dunkelziffer ist…

Diese „über sexualisierte“ Darstellung von Frauen fördert nicht nur stereotype Rollenklischees, sondern begünstigt patriarchalische Denkmuster und negiert somit eine faktische Gleichstellung der Geschlechter.

Sexistische Gesellschaft als Normalzustand?!

Die Piraten leben in einem „Post-Gender-Zeitalter“, die FDP will nur „schöne Frauen“ auf ihren Wahlplakaten, die Unionsparteien wollen die Frauen lieber wieder am Herd sehen, und der Arbeitskreis Sozialdemokratischer Frauen ruht sich auf ihren einst verdienten Lorbeeren aus!

Frauen haben in Deutschland noch immer keine gleichberechtigte Teilhabe, egal ob es um politisches Engagement, ehrenamtliche Initiativen oder den Beruf geht! Immer wieder wird erklärt, dass Frauen eben das eine (Emotionen zeigen, Hausarbeit) und Männer das andere (Auto fahren, Länder regieren) besser könnten.

Die Reproduktion der Zweigeschlechtlichkeit scheint so tief verankert, dass vielerorts gar kein Platz für eine emanzipatorische Sichtweise unter Berücksichtigung neuster Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Gender-Studies bleibt. Oft entsteht der Eindruck, dass gerade in meinungsbildenden Medien, eine solche Auseinandersetzung nicht gewünscht ist.

Vielleicht auch um mancherorts bestehende (männlich-) patriarchalische Machtstrukturen aufrecht zu erhalten oder um die männliche Elite nicht zu gefährden?

…oder einfach weil „Sex sells“?!

Wir treten aktiv ein, für eine Gesellschaft in der

→ Frauen die gleichen Chancen in Studium und Beruf haben!

→ Frauen das gleiche Gehalt bekommen!

→ Frauen nicht zur Profitmaximierung von Konzernen zu (Sex-)Objekten degradiert werden!

→ Frauen nicht nach stereotypen Rollenklischees beurteilt werden!

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg und Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA)

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