Nachbericht zur Demo in Dresden 2012

Am Samstag, den 18.2.2012 machten wir uns früh morgens auf den Weg nach Dresden. Wir reisten mit knapp zwanzig Bussen aus ganz Süddeutschland an. In Dresden angekommen, versammelten wir uns auf dem Bahnhofsvorplatz, wo die Auftaktkundgebung der antifaschistischen Großdemonstration stattfand.

Nach den jahrelangen massiven antifaschistischen Protesten gegen den einst größten Naziaufmarsch Europas, der in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich blockiert werden konnte, meldeten die Nazis in diesem Jahr, am Samstag nach dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten, nun erstmals keinen Aufmarsch mehr an. Dies ist ein Grund zum Feiern!

In den letzten zwei Jahren sorgte der massive Repressionsappart der sächsischen Landesregierung immer wieder für negativ Schlagzeilen. Speziell dieses Verhalten wurde auf der Großdemonstration thematisiert. So wurden Blockaden als Straftaten dargestellt, Immunitäten aufgehoben, das Büro des Bündnisses und dessen angrenzende Räume, etwa die des Roten Baum e.V. durch SEK-Einheiten gestürmt, Fahnenträger_innen Mithilfe des Vorwurfs „Schwerer Landfriedensbruch“ verfolgt und gegen mindestens vierzig Menschen mithilfe des Paragraphen 129a (Bildung einer kriminellen Vereinigung) ermittelt.

Doch auch die Handlungsweise von Polizei und anderen staatlichen Behörden, vermochten nicht den effizienten „Antifaschistischen Widerstand“ zu mindern. Mehr als 10.000 Menschen nahmen an der vielseitigen Demonstration teil und machten eindrucksvoll deutlich, dass einzig ein breit aufgestellter Protest in der Lage ist, dem braunen Pack wirkungsvoll entgegen zu treten.

Dennoch bleibt keine Zeit sich auf diesem großen Erfolg auszuruhen, es gibt auch hier, in unserer Region, genug Gründe weiterhin aktiv gegen Neonazismus, Rassismus und anderes menschenverachtendes Gedankengut aktiv zu bleiben. Es finden immer noch wöchentlich Demos, Kundgebungen und andere öffentliche Aktionen von Neonazis statt. Dazu kommen noch regelmäßige Angriffe auf antifaschistische Einrichtungen und NazigegnerInnen, gerade hier in Franken. Diese gilt es ebenso energisch und konsequent zu bekämpfen wie den ehemals größten Naziaufmarsch Europas.

Ohne Zwischenfälle erreichten wir spät Nachts wieder unseren Ausgangsort, mit der Erkenntnis eine weitere Schlacht gewonnen zu haben.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: