Nachbericht zur Kundgebung und Demonstration – Ansbach, 03.02.12

Am vergangenen Freitag versammelten sich auf dem Martin-Luther-Platz in Ansbach, mehr als 1000 Menschen um ein Signal gegen den Angriff von NeofaschistInnen, in der Silvesternacht, auf die Kneipe Störtebeker in Ansbach zu setzen. Im Anschluss bewegte sich ein kämpferischer Demonstrationszug durch die Stadt Ansbach, dem sich mehr als 600 AntifaschistInnen anschlossen.

Vor zwei Wochen bedrängten Neonazis erneut die Kneipe Störtebeker. Dieser jüngste Zwischenfall bewies ein weiteres mal, dass breit aufgestelltes antifaschistisches Engagement mehr denn je notwendig geworden ist. Doch bereits im Vorfeld gab es zahlreiche Spaltungsversuche aus dem Ansbacher Stadtrat, an denen sich auch die Oberbürgermeisterin rege beteiligte. Die CSU verkündete, der Kundgebung und Demonstration demonstrativ fern bleiben zu wollen, u.a. weil die lokale Linksjugend [’solid] sich im Antifaschistischen Koordinierungskreis (AKA) Ansbach engagiere, „Banden“ bilden und Nazirückzugsbiete aufmischen wolle. Linke wurden bereits im Vorfeld mit NeofaschistInnen gleichgesetzt, und der Aufruf zu einer „kämpferischen Demo“ kriminalisiert.

Auf der Kundgebung relativierte und verharmloste dann der Landrat des Landkreises Ansbach (CSU) die Leib und Leben bedrohende Gefahr, die von NeofaschistInnen ausgeht, indem er links und rechts gleichsetze und damit die unwissenschaftliche „Extremismustheorie“ ein weiteres mal bediente. Seine unsäglichen Äußerungen, wurden aus der Menge heraus mit unüberhörbaren Zwischenrufen quittiert.

Der „skandalumwitterten“ Demonstration, mit einem lautstarken „Antifaschistischen Block“ an der Spitze, schlossen sich trotz eisiger Kälte viele hunderte Menschen an und zeigten damit erneut, dass die Straßen in Ansbach nicht den Neonazis gehören.

Die geschürten Befürchtungen aus Teilen der Stadtratsfraktionen und der OB haben sich als völlig haltlos erwiesen. Dies beweist auch der abschließende Polizeibericht: „Beide Versammlungen verliefen störungsfrei“… „Beide verliefen vollkommen friedlich“ heißt es dort. Auch ohne eine Zusammenarbeit mit der Polizei ist also eine kämpferische und friedliche Demonstration ohne weiteres möglich. Von den SpalterInnen im Vorfeld wäre deshalb eine Entschuldigung zu erwarten. Sie waren es schließlich die provoziert – und eine Eskalation aus politischen Motiven herbei schwadroniert haben!

Wir sind die Klippe, an der die braune Welle bricht!
Wir bleiben dabei, es gibt kein ruhiges Hinterland!

[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg
Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA)

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