Erneuter Neonaziübergriff in Ansbach

Veröffentlicht in AKTUELLES mit den Tags , am Januar 25, 2012 von solidweissenburg

Pressemitteilung des Antifaschistischen Koordinierungskreises Ansbach (AKA)

In der Nacht vom 23. zum 24. Januar 2012 kam es erneut zu gewalttätigen Ausschreitungen von Neonazis gegen Besucher einer Ansbacher Gaststätte, die schon in der Silvesternacht zum Ziel schwerer Übergriffe von gewalttätigen Rechtsradikalen geworden war.
Gegen 23.00 Uhr traten drei Neonazis vor dem Schaufenster der Gaststätte auf, nachdem sie dort kurz vorher Hausverbot bekommen hatten, und provozierten die Kneipengäste mit beleidigenden und drohenden Gesten.
Um zu verhindern, dass die Neonazis, die offensichtlich auf Ärger aus waren, in die Gaststätte eindringen konnten, begaben sich der Wirt und eine weitere Person in den Eingangsbereich der Gaststätte, blockierten somit den Zugang und forderten die Fascho-Provokateure dazu auf, sich zu entfernen.
Daraufhin wurden sie aufs Übelste beschimpft und von den Neonazis massiv körperlich bedroht.
Gegen einen der Gaststättenbesucher wurden mehrere Morddrohungen ausgesprochen und er wurde von einem anderen Angreifer mehrmals auf den Brustkorb gestoßen.
Als die friedlichen Gaststättenbesucher sich immer noch nicht von den Angreifern provozieren ließen und sich weiterhin ruhig und besonnen gaben, zeigten zwei der Angreifer den Hitlergruß und skandierten „Sieg Heil“.
Ein Neonazi wollte gerade einen Kneipengast mit Fäusten angehen und konnte in letzter Sekunde von der Polizei, die inzwischen eingetroffen war und durch ihr schnelles Eingreifen eine weitere Gewalteskalation verhinderte, gestoppt werden.

Wir, die Betroffenen des erneuten Überfalls und der Antifaschistische Koordinierungskreis Ansbach, sehen auch in diesem Angriff durch Neonazis in Ansbach einen engen politischen Zusammenhang mit der Kette von Naziübergriffen, welche sich jüngst in Franken erschreckend mehren, und weisen mit Nachdruck auf das Erstarken krimineller Neonazistrukturen in unserer Region hin.

Um ein starkes Zeichen gegen Neonazis zu setzen rufen wir zur Kundgebung und Demonstration am 03.02.2012 um 16:00 Uhr auf dem Ansbacher Martin-Luther-Platz auf.

Nachbericht zu der Kundgebung in Weißenburg – Türkei bombardiert, Deutschland finanziert!

Veröffentlicht in AKTUELLES mit den Tags , , am Januar 20, 2012 von solidweissenburg

Am 06. Januar 2012, versammelten sich  über 70 TeilnehmerInnen vor dem Gotischen Rathaus in Weißenburg. Die Polizei war mit mehreren Fahrzeugen vertreten und versuchte bereits im Vorfeld zu erfahren, ob „auswärtige linke“ anreisen würden. Mehrere Personen aus dem neonazistischen Spektrum erhielten von der Polizei Platzverweise.

Zu der Protestkundgebung aufgerufen hatten ['solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg, Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA) sowie die Partei Die Linke.

Hintergrund, der Protestkundgebung, war die Ermordung von 35 Kinder und Jugendlichen durch die türkische Regierung in Kurdistan. Ende Dezember waren diese von F-16 Kampfflugzeugen bombardiert worden, laut offizieller Sprachregelung der türkischen Militär- und Regierungsführung hielt man sie für Guerillas. Ausgelöscht hat man in Wirklichkeit einfache SchmugglerInnen. Überlebende der Bombardierung bestätigten, dass Soldaten die SchmugglerInnen vor dem Luftangriff gestoppt hatten und somit wussten, dass es sich eben nicht um bewaffnete Guerillas handelte. Bei diesem menschenverachtenden Angriff kamen aller Wahrscheinlichkeit nach Napalm-Bomben zum Einsatz. Die türkische Regierung hat damit wiederholt, auch gegen die von ihr ratifizierte Chemiewaffenkonvention verstoßen und ein schändliches Kriegsverbrechen begangen.

Victor Rother der für ['solid] Weißenburg die Kundgebung eröffnete, kritisierte den fehlenden Aufschrei der internationalen Gemeinschaft und die nicht existente juristische Aufarbeitung des Bombardements. Er machte ebenfalls darauf aufmerksam, dass die Aufstände des sogenannten „Arabischen Frühlings“ weltweit Beachtung und Unterstützung fanden, der jahrzehntelange Kampf des kurdischen Volkes für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit jedoch von großen teilen der Massenmedien kaum erwähnt und oft gänzlich verschwiegen werden.

Erkan Dinar, Kreisvorsitzender der Partei Die Linke, ging in seiner Rede u.a. auf die Situation in Kurdistan und den Krieg der türkischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung ein. „Gegen demokratische und sozialistische Kräfte genauso wie auch gegen Minderheiten im Land“ Er kritisierte ferner den Kurs der deutschen Bundesregierung und deren Militärgeschäfte mit der Türkei.

„Die Menschen in Ländern mit despotischen Regierungen sind weltweit auf sich alleine gestellt, bei ihren Versuchen endlich Freiheit und Gerechtigkeit zu erringen. Unsere Aufgabe in der Diaspora ist es allerdings Solidarität zu zeigen, eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen, Forderungen aufzustellen und vor allem menschlich mitzufühlen“ so Erkan Dinar abschließend.

['solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg wird sich zusammen mit ihren BündnispartnerInnen auch weiterhin zu Wort melden, wenn im Namen des Kapitals ganze Völker und emanzipatorische Kräfte verfolgt, geschlagen, gefoltert oder auch umgebracht werden. Ob nun in der Türkei, in Palästina oder auch in Afghanistan! Unsere Waffe heißt Solidarität!

Nachbericht zur Kundgebung in Ansbach

Veröffentlicht in AKTUELLES, TERMINE mit den Tags , , , am Januar 13, 2012 von solidweissenburg

Am Samstag den 07. Januar 2012, initiierte der Antifaschistischer Koordinierungskreis Ansbach (AKA) eine Kundgebung mit Flyer Verteilung und anschließender Spontandemonstration. Die neu gegründete Gruppe reagierte damit auf den Neonazistischen Übergriff in der Silvester Nacht auf Besucher der Kneipe Störtebeker. An der Kundgebung und der Demonstration selbst nahmen 200 AntifaschistInnen teil.

Die Veranstaltung wurde von mehreren Redebeiträgen begleitet. Diese thematisierten die steigende rechte Gewalt, lokal aber auch überregional. Gleichzeitig wurde ein Infotext zu dem  Übergriff in der Innenstadt und im nähren Umfeld der Kundgebung verteilt. Im Anschluss führte eine kämpferische und lautstarke Demo durch die Ansbacher Altstadt.

Die Kundgebung, wie auch die Demonstration, können als Erfolg eingestuft werden. Doch ist das neofaschistische Problem, im ländlichen und städtischen Raum damit nicht gelöst. Solange Neonazis Autos anzünden, Jugendzentren und Kneipen ungehindert Überfallen können, und dies sind nur Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit, ist ein aktiver und konsequenter Antifaschismus notwendig und unumgänglich. Nehmt Kontakt zu örtlichen Gruppen auf und bringt euch mit ein!

Kommt zur Demo am 03. Februar um 16.00 Uhr auf dem  Ansbacher Martin Luther-Platz!
Aufmucken gegen Rechts – Konzerte in Ansbach (03.02.2012) und in Weißenburg (25.02.2012)

Weitere Infos findet ihr unter:

Netzwerk Linker AktivistenInnen: nla.blogsport.de
['solid] Weißenburg: linksjugend-solid-weissenburg.de
['solid] Ansbach: solidan.blogsport.de

Kein Fußbreit dem Faschismus!

Chronologie des Naziüberfalles auf das „Störtebeker“ (Ansbach) in der Silvesternacht

Veröffentlicht in AKTUELLES mit den Tags , am Januar 11, 2012 von solidweissenburg

In der Silvesternacht ist die Ansbacher Kneipe „Störtebeker“ von 20 Nazis angegriffen worden. Mehrere AntifaschistInnen wurden verletzt und mussten zum Teil auch stationär im Krankenhaus behandelt werden. Als Reaktion darauf, wird es am kommenden Samstag, den 7. Januar 2012, in der Nähe des Brückencenters (An der Riviera) eine erste Kundgebung geben. Beginn ist um 11.00 Uhr. Am 3. Februar 2012 soll zudem eine Demonstration und Kundgebung stattfinden. Kommt alle und lasst uns zeigen das dieses Faschopack weder in Ansbach, noch in Weißenburg oder sonstwo etwas verloren hat!

Chronologie des Naziüberfalles auf das „Störtebeker“ in der Silvesternacht

Am 01.01.2012 um ca. 01:00 Uhr erschienen in der Würzburger Straße ungefähr 20 Personen, die sich eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuordnen ließen. Sie trugen teilweise schwarz-weiß-rote Buttons oder Aufnäher und waren mit CS-Gas und/oder Pfefferspray bewaffnet. Sie bewegten sich zügig auf die linksalternative Kneipe „Störtebeker“ in der Hausnummer 18 zu, vor deren Eingang Personen standen. Diese Personen wurden ohne Umschweife von den Neonazis beschimpft und mit Feuerwerkskörpern beworfen.

Nachdem einer der Lokalbesucher in die Kneipe gerufen hatte: „Draußen sind Faschos, die wollen rein!“, drängten viele der Gäste nach außen, um zu verhindern, dass ein Eindringen der Neonazis gelingt, während andere sich im hinteren Teil des Lokals versteckten. Nach Aufforderung, den Ort zu verlassen, griffen die Neonazis an und es kam zu einer Schlägerei. Hierbei setzten die Angreifer das mitgebrachte CS-Gas und Pfefferspray ein, was zu heftigen Verletzungen bei vielen Besuchern des „Störtebeker“ führte.

Während sich einige ins Innere der Kneipe zurückzogen, um ihre Augen und Atemwege vom Pfefferspray zu befreien, versuchten die Faschisten, Einzelpersonen aus der Masse herauszuziehen, was teilweise gelang. Die Opfer wurden ebenfalls mit CS-Gas attackiert, zu Boden gerissen und mit Fußtritten überzogen. Hierbei kam es zu ernsthaften Verletzungen, wie Platzwunden und Knochenbrüchen.

Mehrere Besucher des Lokals riefen schon sehr bald die Polizei, die erst nur einen Streifenwagen vorbeischicken wollte, bei genauerer Beschreibung jedoch auch den Ernst der Lage erkannte und schließlich schnell mit mehreren Bussen anrückte. Trotz der offensichtlichen Überforderung der Polizei gelang es, alle Neonazis zu ergreifen und, genau wie bei den Besuchern der Kneipe, die Personalien aufzunehmen.

Drei Antifaschisten, die während des Angriffs verletzt worden waren, mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei von ihnen wurden ambulant behandelt, einer aufgrund der gravierenden Verletzungen auch zwei Tage stationär.

Die Tatsache, dass die Neonazis in der Silvesternacht in einer derart großen Gruppe bewaffnet direkt vor dem „Störtebeker“, das als linksalternativer Treffpunkt bekannt ist, auftauchten, kann kein Zufall sein, zumal sie augenscheinlich nicht alkoholisiert waren.

Fest steht: Das war ein gezielter Angriff auf Andersdenkende!

Die Polizei muss hier einen klaren Unterschied zwischen den Angreifern und den Opfern des Angriffs machen. Wir werden diesen feigen Angriff der Faschisten auf alternative Strukturen nicht tolerieren. Die Skrupellosigkeit und Menschenverachtung, mit der die Neonazis vorgingen, schockiert uns, wenn sie uns auch nicht überrascht.

Kein Fußbreit den Faschisten!

Antifaschistischer Koordinierungskreis Ansbach

Offener Brief zum geplanten Gastvortrag von Eckhard Jesse an der FAU am 11.01.2012

Veröffentlicht in AKTUELLES mit den Tags , am Januar 10, 2012 von solidweissenburg

Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

Institut für Politische Wissenschaft

Prof. Dr. Roland Sturm

Kochstraße 4

91054 Erlangen

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Roland Sturm,

am 11.01.2012 veranstalten Sie am Institut für Politikwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg einen Gastvortrag mit Prof. Dr. Eckhard Jesse zum Thema politischerExtremismus. Anfang Dezember wurde Jesse bereits von der FAU als Gastredner bei der Fachtagung „Rechtsextremismus-Gefahr für den demokratischen Verfassungsstaat?“ geladen. Wie die Erlanger Nachrichten bereits berichteten, war die Einladung Jesses äußerst umstritten. In einem offenen Brief, der an Presse, RednerInnen und Dekanat geschickt wurde, thematisierte das Bündnis, welches sich aus gegebenem Anlass formierte, die problematischen Beziehungen und Thesen Jesses.

Eckhard Jesse ist Inhaber des Lehrstuhls für Politische Systeme, Politische Institutionen an der Technischen Universität Chemnitz. Kritik an ihm wurde in der Vergangenheit nicht nur wegen seiner mangelnden Berührungsängste und seiner Kontakte zur „Neuen Rechten“ sowie einzelnen Neonazis laut, sondern auch wegen vermehrter antisemitischer Äußerungen, in denen er beispielsweise die Kritik an groben Antisemitismen als „hysterische Reaktionen“ abtut (Vgl. SZ vom 5.2.2002).

Jesse ist einer der führenden Wissenschaftler, die die Extremismustheorie hervorgebracht haben. Diese Theorie selbst ist jedoch äußerst umstritten. Die Extremismustheorie konstruiert das Bild einer Achse, auf der sich das politische Spektrum ordnet; diese geht von links über eine Mitte nach rechts, wobei sich die Extrempositionen am rechten und linken Rand finden. Jesse hat nun eine neue Form dieser Extremismustheorie kreiert, welche sich in einem Hufeisen ausdrückt und so eine angebliche strukturelle Nähe linker und rechter Positionen postuliert, die politischen Ränder rechts und links sich also annähern würden. Diese Sortierung und Aufteilung verharmlost allerdings Ungleichwertigkeitsideologien wie Rassismus und Antisemitismus, die vor allem in der extremen Rechten zu finden sind und in der sogenannten gesellschaftlichen Mitte ihren Nährboden finden. Belegt ist dies durch viele Studien, so zum Beispiel in den Ergebnissen der Friedrich-Ebert Stiftung zum Thema „Vom Rand zur Mitte“. Dies wird allerdings in der Extremismustheorie von Jesse ausgeschlossen, die in eben dieser Mitte den angeblichen Garanten für einen demokratischen Rechtsstaat zu finden meint. Jesse ist unserer Ansicht nach daher nicht als wissenschaftlicher Redner tragbar. Wir fordern Sie daher dringend auf, den Referenten aus zu laden und die notwendige Distanzierung von demselben zu vollziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Antifaschistisches Aktionbündnis Nürnberg (AAB)

Antifaschistische Linke Fürth (ALF)

Antikapitalistische Linke Bayern

Banda Sinistra Erlangen

Gruppo Diffuso Erlangen

Linke und Kritische StudentInnen Erlangen (LUKS)

Linksjugend ['solid] Weißenburg

———————————————-

Zeitungsartikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 06.02.2002

NPD-Verbot:Bundesverfassungsgericht macht Bock zum Gärtner

von Heribert Prantl

Die vom Karlsruher Gericht bestellten Gutachter sind durch Bagatellisierung rechtsextremer Umtriebe aufgefallen

(SZ vom 06.02.2002) – Der Unstern über dem NPD-Verbotsantrag leuchtet immer greller – und das ist, wie sich nun herausstellt, nicht nur die Schuld der V-Leute und der Geheimdienstbürokratie in den Innenministerien. Auch das Bundesverfassungsgericht in Gestalt seines Richters Hans-Joachim Jentsch agiert recht unglücklich.

Jentsch, früherer CDU-Justizminister von Thüringen, ist Berichterstatter des 2. Senats des Bundesverfassungsgerichts für das NPD-Verbotsverfahren. Zwei der drei Gutachter, die er für dieses Verbotsverfahren bestellt hat, sind politisch äußerst umstritten.

Es handelt sich um Professor Eckhard Jesse, Politikwissenschaftler an der Technischen Universität Chemnitz, und Uwe Backes, stellvertretender Direktor des Hannah-Arendt-Instituts in Dresden. Ihnen wird ein ziemlich unkritisches Verhältnis zur rechten politischen Szene nachgesagt. Sie sind nach Paragraf 27 a des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes als „sachkundige Dritte“ geladen worden. Der einschlägige juritische Großkommentar definiert das so: „Sachkunde ist objektiver Sachverstand“.

Der objektive Sachverstand der vom Gericht bestellten Gutachter sieht im vorliegenden Fall wie folgt aus. Eckhard Jesse ist durch Verharmlosung rechtsextremer Umtriebe aufgefallen. 1990 schoss er sich in einem Aufsatz auf Heinz Galinski, den früheren Vorsitzenden des Zentralrates der Juden ein und meinte: „Auf Dauer dürfte Judenfeindlichkeit nicht zuletzt gerade wegen mancher Verhaltensweisen von Repräsentanten des Judentums an Bedeutung gewinnen“.

Kritik an groben Antismetismen beklagte ere als „hysterische Reaktion“. Der genannte Aufsatz Jesses erschien in dem von ihm gemeinsam mit Uwe Backes und Rainer Zitelmann herausgegebenen Sammelband „Die Schatten der Vergangenheit. Impulse zur Historisierung des Nationalsozialismus“, das als Standardwerk des gemäßigten Geschichtsrevisionismus gilt.

In diesem Buch werden „moralisiernde Gesinnungsstatements“ der Historiker ebenso gegeißelt wie deren „Pose des Anklägers gegenüber den Akteuren des Dritten Reiches. In einem Artikel, den Jesse am Montag auf Seite 3 der „Welt“ publiziert hat, behauptet er, das die Gefahr von rechts hochgespielt, die von links verharmlost würde: „Die Erosion der Abgrenzung zwischen demokratisch und extremistisch geschieht am linken, nicht am rechten Rand“.

Uwe Backes ist dadurch bekannt geworden, dass er sich vehement für die Veröffentlichung eines äußerst sonderbaren Textes über den Hitler-Attentäter Johann Georg Elser eingesetzt hat. Am 8. November 2000 druckte die Frankfurter Rundsschau diesen Aufsatz des am Hannah-Arendt-Instituts lehrenden Privatdozenten Lothar Fritze, in dem dieser die moralische Legitimität des gescheiterten Attentats von Elser auf Hitler am 8. November 1939 in Frage stellte.

Der Streit über diesen Aufsatz eskalierte zu einem Eklat in der Führung des Hannah-Arendt-Instituts: Der damalige Direktor Klaus-Dietmar Henke distanzierte sich, sein Stellvertreter Backes dagegen fühlte sich als „Anwalt Fritzes“. Der angesehene US-Holocaust-Forscher Saul Friedländer forderte die Entlassung von Backe.

Das sächsische Kultusministerium reagierte trotzig – und ließ stattdessen den Vertrag von Henke auslaufen. Es galt als offenes Geheimnis, dass man der Meinung war, das Institut habe sich unter Henkes Leutung zu viel mit dem Nationalsozialismus und zu wenig mit der SED-Diktatur beschäftigt. Jüngst hat Backes „vergangenheitsfixierte Warner vor neuem Nationalismus“ angeprangert, die „vollmundige Bekundungen vom rechten Rand nicht selten für bare Münze“ nähmen und einen „Alarmismus“ gegenüber rechtsextremistischem Gedankengut beklagt.

Wie aus dem Bundesverfassungsgericht verlautet, bleibt die Benennung der beiden Gutachter auch nach Aufhebung des Termins zur mündlichen Verhandlung erst einmal bestehen. In Karlsruher Kreisen hieß es sarkastisch: Es handele sich „ohne Zweifel um Sachverständige“.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/npd-verbot-bundesverfassungsgericht-macht-bock-zum-gaertner-1.423365

Protestkundgebung gegen rechten Terror in Ansbach

Veröffentlicht in AKTUELLES, TERMINE mit den Tags , , am Januar 5, 2012 von solidweissenburg

Chronologie des Naziüberfalles auf das „Störtebeker“ in der Silvesternacht

Am 01.01.2012 um ca. 01:00 Uhr erschienen in der Würzburger Straße ungefähr 20 Personen, die sich eindeutig dem rechtsextremen Spektrum zuordnen ließen. Sie trugen teilweise schwarz-weiß-rote Buttons oder Aufnäher und waren mit CS-Gas und/oder Pfefferspray bewaffnet. Sie bewegten sich zügig auf die linksalternative Kneipe „Störtebeker“ in der Hausnummer 18 zu, vor deren Eingang Personen standen. Diese Personen wurden ohne Umschweife von den Neonazis beschimpft und mit Feuerwerkskörpern beworfen.

Nachdem einer der Lokalbesucher in die Kneipe gerufen hatte: „Draußen sind Faschos, die wollen rein!“, drängten viele der Gäste nach außen, um zu verhindern, dass ein Eindringen der Neonazis gelingt, während andere sich im hinteren Teil des Lokals versteckten. Nach Aufforderung, den Ort zu verlassen, griffen die Neonazis an und es kam zu einer Schlägerei. Hierbei setzten die Angreifer das mitgebrachte CS-Gas und Pfefferspray ein, was zu heftigen Verletzungen bei vielen Besuchern des „Störtebeker“ führte.

Während sich einige ins Innere der Kneipe zurückzogen, um ihre Augen und Atemwege vom Pfefferspray zu befreien, versuchten die Faschisten, Einzelpersonen aus der Masse herauszuziehen, was teilweise gelang. Die Opfer wurden ebenfalls mit CS-Gas attackiert, zu Boden gerissen und mit Fußtritten überzogen. Hierbei kam es zu ernsthaften Verletzungen, wie Platzwunden und Knochenbrüchen.

Mehrere Besucher des Lokals riefen schon sehr bald die Polizei, die erst nur einen Streifenwagen vorbeischicken wollte, bei genauerer Beschreibung jedoch auch den Ernst der Lage erkannte und schließlich schnell mit mehreren Bussen anrückte. Trotz der offensichtlichen Überforderung der Polizei gelang es, alle Neonazis zu ergreifen und, genau wie bei den Besuchern der Kneipe, die Personalien aufzunehmen.

Drei Antifaschisten, die während des Angriffs verletzt worden waren, mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei von ihnen wurden ambulant behandelt, einer aufgrund der gravierenden Verletzungen auch zwei Tage stationär.

Die Tatsache, dass die Neonazis in der Silvesternacht in einer derart großen Gruppe bewaffnet direkt vor dem „Störtebeker“, das als linksalternativer Treffpunkt bekannt ist, auftauchten, kann kein Zufall sein, zumal sie augenscheinlich nicht alkoholisiert waren.

Fest steht: Das war ein gezielter Angriff auf Andersdenkende!

Die Polizei muss hier einen klaren Unterschied zwischen den Angreifern und den Opfern des Angriffs machen. Wir werden diesen feigen Angriff der Faschisten auf alternative Strukturen nicht tolerieren. Die Skrupellosigkeit und Menschenverachtung, mit der die Neonazis vorgingen, schockiert uns, wenn sie uns auch nicht überrascht.

Um auf die offensichtlichen Missstände und Probleme hinzuweisen, wird
am 07.01.2012 um 11:00 Uhr an der Riviera eine Kundgebung
stattfinden.

Kein Fußbreit den Faschisten!

Antifaschistischer Koordinierungskreis Ansbach

 

Protestkundgebung: Türkei bombardiert, Deutschland finanziert! – Solidarität mit dem kurdischen Volk!

Veröffentlicht in PRESSE, TERMINE mit den Tags , , , am Januar 5, 2012 von solidweissenburg

Weißenburg – Die Weißenburger Linksjugend ruft zusammen mit der Partei DIE LINKE und dem Netzwerk Linker Aktivist_innen (NLA) zu einer Protestkundgebung auf. Diese findet am am kommenden Freitag, 06. Januar um 18.00 Uhr vor dem Gotischen Rathaus in Weißenburg statt. Anlass ist die „rücksichtslose Bombardierung und Ermordung von 35 Kinder und Jugendlichen, in Kurdistan, durch türkische Kampfflugzeuge“ heißt es in der Pressemitteilung der Organisationen. Thematisiert werden soll auch, dass die Türkei zu den drei größten Abnehmern von deutschen Rüstungsgütern gehört.

Türkei bombardiert, Deutschland finanziert! – Solidarität mit dem kurdischen Volk!

Veröffentlicht in AKTUELLES, TERMINE mit den Tags , , , am Januar 2, 2012 von solidweissenburg

Der Krieg des türkischen Staates gegen das kurdische Volk hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Bei der rücksichtslosen Bombadierung durch F-16 Kampfflugzeuge verloren 35 Kinder und Jugendliche ihr junges Leben. Laut offizieller Sprachregelung der türkischen Militär- und Regierungsführung hielt man sie für Guerillas. Ausgelöscht hat man in Wirklichkeit einfache SchmugglerInnen. In den Tagen danach versammelten sich als Reaktion in vielen Städten tausende Menschen zu Protesten. Nach Berichten von Überlebenden des Massakers verströmten die abgeworfenen Bomben einen bitteren Geruch. Höchstwahrscheinlich handelte es sich dabei um Napalm.

Dies war nicht das erste Mal, dass die türkische Regierung in ihrem verbrecherischen Krieg gegen das kurdische Volk, chemische Waffen eingesetzt hat. Für keines ihrer Verbrechen musste sie sich bis dato vor der internationalen Gemeinschaft verantworten.

„Eine Regierung die ihr eigenes Volk massakriert, hat keine Legitimität“, sagte kürzlich der türkische Ministerpräsident Erdogan zu den Auseinandersetzungen in Syrien. Sollte dieser Satz nicht auch für die türkische Regierung gelten?

Die deutschen Massenmedien ignorieren mehrheitlich den jahrzehntelangen Kampf des kurdischen Volkes für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Sie verschweigen die Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen der türkischen Staatsführung. Egal ob nun chemische Kriegsführung oder ökologische Vernichtung durch gezielt gelegte Waldbrände in den kurdischen Gebieten. Auch die deutsche Regierung verliert darüber kein Wort und verdient lieber gut mit am Krieg in Kurdistan. Die Türkei gehört zu den drei größten Abnehmern von deutschen Rüstungsgütern. Deutschland hat damit ebenfalls Blut an den Händen. Wir fordern umgehend die Einrichtung einer internationalen Untersuchungskommission und die juristische Aufarbeitung dieses fürchterlichen Massakers an Zivilisten.

Hoch die Internationale Solidarität! – Stopp dem Krieg gegen das kurdische Volk!

Kundgebung in Weißenburg – Freitag, 6. Januar 2012 – 18.00 Uhr
Gotisches Rathaus – Marktplatz 1

Linksjugend ['solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg & Netzwerk Linker AktivistInnen (NLA)

Kein Frieden mit der NATO – Kein Frieden mit dem Kriegsgeschäft!

Veröffentlicht in TERMINE mit den Tags , am Dezember 28, 2011 von solidweissenburg

Aufruf zu Protesten gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz (SiKo) 2012 in München

Am ersten Februar-Wochenende treffen sich im Hotel Bayerischer Hof wieder Kriegsstrateg_innen, überwiegend aus NATO- und EU-Staaten, hochrangige Militärs, Vertreter_innen von Wirtschafts- und Rüstungskonzernen und Regierungen. Sie schmieden Kriegskoalitionen und koordinieren Militärstrategien für ihre weltweiten Interventionspläne.

Unter ihrer Flagge „Sicherheit und Menschenrechte“ führen sie Kriege, um ihre Wirtschafts- und Vorherrschaftsinteressen durchzusetzen. Mit Waffenexporten leisten sie Beihilfe zum weltweiten Morden und zu Unterdrückung.

Während sie über die Spielregeln ihrer „Weltordnung“ beraten, werden wir auf die Straße gehen und demonstrieren.

Krieg und ein profitorientierter Welthandel zwingen Milliarden Menschen zur Flucht und treiben sie in den Hunger. „Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung oder leicht heilbaren Krankheiten. Diese Kinder sterben nicht, sie werden ermordet“ (Jean Ziegler). Sie werden ermordet von einer Weltordnung, die für den Profit über Leichen geht, von einer Wirtschaftsweise, die systematisch die natürlichen Ressourcen plündert und damit die Lebensgrundlagen dieses Planeten ruiniert. Die reichen Staaten schotten ihre Grenzen ab gegen Kriegs-, Armuts- und Klimaflüchtlinge.

Krieg beginnt hier!

Deutschland ist die militärische Drehscheibe für die Aggressionskriege der USA und der NATO. Unter Bruch der Verfassung ist Deutschland bei jedem Krieg dabei, um seine eigenen wirtschafts- und machtpolitischen Interessen durchzusetzen. Hier werden auch die tödlichen Waffen produziert, die weltweit tausende Menschen töten. Hier und in den anderen NATO-Staaten werden Rechtfertigungslügen erfunden und Angriffskriege als „humanitäre Intervention“ propagiert. Die Münchner SiKo ist dafür eines der wichtigsten Propaganda-Foren.

Ihre „Sicherheitskonferenz“ ist eine Unsicherheitskonferenz – auch sie steht für Profite, Krieg und Ausbeutung.

Mit Lügen werden Kriege begonnen und Länder überfallen, keineswegs aber wird „Sicherheit“ gebracht. Die Kriege – wie in Jugoslawien, in Afghanistan, im Irak und in Libyen – zeigen es.

Krieg bedeutet: Massenhafte Vergewaltigung sowie Tod, Folter und Flucht. Opfer dieser Kriege sind die Mehrheit der Menschen, die Natur und die Kultur solidarischen Zusammenlebens.

Die wirtschaftlich und politisch Mächtigen der Welt beanspruchen für sich das Recht auf „ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen“ (so in: Verteidigungspolitische Richtlinien der Bundeswehr). Sie setzen ihre wirtschaftlichen Interessen und globalen Machtansprüche durch, auch mit militärischer Gewalt. Folgen einer solchen Gewaltpolitik sind globale Verarmung, Zerstörung demokratischer und sozialer Rechte, Abbau im Bildungsbereich und die Vernichtung natürlicher Lebensgrundlagen.

Wir erleben eine zunehmende Militarisierung der Gesellschaft, Überwachung und Disziplinierung der Bevölkerung zur präventiven Aufstandsbekämpfung. Die Verantwortlichen zielen mit ihrer Propaganda der Alternativlosigkeit darauf, dass die Menschen stillhalten, aus Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst um die Zukunft ihrer Kinder, Angst vor Terror.

Immer mehr Menschen suchen Alternativen zum Kapitalismus und beginnen in vielen Ländern, sich dagegen zu wehren.

Die Herrschenden wappnen sich – auch bei uns – gegen Widerstand. Sie bauen den Überwachungsstaat aus, rüsten den Polizeiapparat auf und erstreben schließlich auch den  Bundeswehreinsatz im Inneren (z. B. gegen Streikende). Vorstufe dafür war die Unterstützung von Polizeieinsätzen beispielsweise in Heiligendamm und bei Castor-Transporten.

Wir lassen uns nicht einschüchtern und wehren uns gegen diffamierende Unterstellungen, die als Vorwand für polizeiliche Repression und zur Einschränkung unseres Demonstrationsrechts dienen.

Zeigen wir den selbstherrlichen Kriegsstrateg_innen:

Wir wenden uns gegen ein System, das sich ausschließlich am Profit orientiert und das sowohl in Friedens- wie in Kriegszeiten über Leichen geht. Dem setzen wir unseren Protest, entschiedenen Widerstand und solidarisches Handeln entgegen.

Wir demonstrieren:

  • Gegen Kriegsgeschäfte und militärische Machtpolitik
  • Gegen Militarisierung der Gesellschaft, gegen Nationalismus und Rassismus
  • Für Beendigung aller Auslandseinsätze, für den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
  • Für  Abrüstung – Auflösung der Interventionstruppen – Bundeswehr abschaffen!
  • Bundeswehr raus aus Ausbildungsstätten und Jobcenter – kein Werben für´s Sterben!
  • Beendigung aller Waffenexporte
  • Für den Austritt Deutschlands aus der NATO – Auflösung der NATO – Keine Beteiligung Deutschlands an EU- und anderen Militärstrukturen
  • Für Abschaffung der NATO-„Sicherheitskonferenz“

Die Menschheit braucht weder eine NATO noch andere Militärpakte, sondern Frieden, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit.

Empört Euch und kommt zu den Protesten gegen die Kriegskonferenz nach München!

Beteiligt Euch an der großen Demonstration, entschlossen, phantasievoll, vielfältig und laut!

Samstag, 4. Februar 2012 um 13 Uhr am Marienplatz

AKTIONSBÜNDNIS GEGEN DIE NATO-SICHERHEITSKONFERENZ

http://sicherheitskonferenz.de/de

Aller guten Dinge sind drei! BLOCK DRESDEN 2012 – Blockieren, bis der Naziaufmarsch Geschichte ist

Veröffentlicht in TERMINE mit den Tags , , am Dezember 26, 2011 von solidweissenburg

Wieder Nazis in Dresden blockieren!

In den vergangen zwei Jahren ist uns etwas gelungen, das viele für unmöglich gehalten hatten: Wir haben den Naziaufmarsch in Dresden erfolgreich blockiert. Tausende Nazis konnten ihr eigentliches Ziel, mit einer Großdemonstration ihre menschenverachtende Ideologie zur Schau zu stellen, nicht erreichen.

Mit dem Aufmarsch im Februar versuchten sie in den vergangenen Jahren, an das Gedenken an die Bombardierungen Dresdens im Februar 1945 und den damit einher gehenden Mythos der „unschuldigen Stadt Dresden“  anzuknüpfen. Auch durch Ignorieren und Wegschauen seitens der Stadtverwaltung und eine mangelnde Entschlossenheit großer Teile der Dresdner Zivilgesellschaft konnte dieser Termin zu Europas größtem Naziaufmarsch mit bis zu 7000 Teilnehmenden werden. Doch die Dynamik der Aufmärsche ist gebrochen. Zu verdanken ist dies insbesondere dem entschlossenen Handeln von zwölftausend (2010) und zwanzigtausend Menschen (2011), die mit Massenblockaden den Marsch der Nazis verhinderten.

Wir wenden uns gegen jede Form von Geschichtsrevisionismus. Alten und neuen Nazis darf keine Gelegenheit gegeben werden, die deutsche Geschichte zu verklären und die NS-Verbrechen zu verherrlichen. Daher werden wir am 13. Februar 2012 den „Täterspuren“-Mahngang durchführen, um an die NS-Geschichte in Dresden zu erinnern.

„Sagen, was man tut, und tun, was man sagt“ – durch dieses Motto war unser Handeln der letzten Jahre geprägt. Dabei bleibt es! Uns eint das Ziel, den Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern. Unser Ziel ist dabei nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei. Wir sind entschlossen, den Naziaufmarsch zu blockieren – von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.

„Unsere Vielfalt ist unsere Stärke“ – das war unser Credo der letzten Jahre. Dabei bleibt es! Mit einem breiten Bündnis aus Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden, religiösen Gruppen sowie zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen haben wir deutlich gemacht: Blockaden sind legitim, und Dresden geht uns alle an!

AntifaschistInnen wurden in den letzten Monaten vermehrt mit staatlichen Repressionen überzogen. Rechtswidrige Funkzellenabfragen, politisch motivierte Strafverfahren, selbst Immunitätsaufhebungen werden uns nicht einschüchtern. Versuchen von außen, uns mittels der Extremismustheorie zu spalten, setzen wir unsere Solidarität entgegen. Wir lassen uns nicht spalten. Ziviler Ungehorsam ist unser Recht, unsere Blockaden sind legitim!

Lassen wir uns nicht einschüchtern! Wir protestieren im Februar in Dresden auch gegen die staatliche Aushöhlung des Versammlungsrechts und einen Schnüffel-Staat. In Dresden soll bewusst das Rechtsordnungsprinzip der Verhältnismäßigkeit verschoben werden, um einen „gläsernen Demonstranten“ zu schaffen. Wir treten dem entschieden entgegen. Dabei stehen wir zusammen gegen alle Versuche der Einschüchterung und der Beschneidung unserer Bürgerrechte.

Auch 2012 werden wir den Naziaufmarsch in Dresden blockieren. Die Mordserie der in Sachsen untergetauchten Nazis zeigt einmal mehr, wie wichtig entschlossenes antifaschistisches Handeln ist. Antifaschistisches Engagement darf nicht kriminalisiert, sondern muss unterstützt werden. Jahrelang sind Anschläge, Nazigewalt und Waffenfunde in der Naziszene bagatellisiert worden. Schluss damit!

Wir geben den Nazis keinen Meter Straße preis. Wir blockieren sie in Dresden: bunt und lautstark, kreativ und entschlossen!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.